Felix Platter-Spital von | Basler Baukultur entdecken. No 19

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Der 100 Meter lange und 35 Meter hohe Baukörper des Felix Platter-Spitals erhält durch seine variationsreiche Fassadengestaltung eine eindrückliche skulpturale Qualität. Bei keinem Basler Grossbau der Nachkriegsmoderne ist das Serielle derart überzeugend zum Ausdruck gebracht wie bei dem als Eisenbeton- Skelettbau errichteten Spital für Chronischkranke. Wie ein Vorhang wirkt der feingliedrige Raster aus vorfabrizierten Betonelementen auf der Nordostseite mit den Funktionsräumen. Ein ganz anderes Bild vermittelt die dem Licht geöffnete Rückseite, an der die Patientenzimmer liegen. Hier bewirkt der die innere Struktur – Zweier- und Viererzimmer – abbildende Wechsel abgewinkelter und gerader Fensterflächen eine plastische Rhythmisierung der grossflächigen Fassade. Die umlaufenden weissen Stirnflächen der Decken kragen an den Schmalseiten zu wuchtigen Terrassen aus, die – entsprechend den Raumtiefen im Innern – ungleiche Abschrägungen besitzen. Sie und die an beiden Längsfassaden verwendeten Metallfenster mit ihren grün lackierten Brüstungen sind vereinheitlichende Elemente.

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Adresse: Burgfelderstrasse 101
Bauzeit: 1953–1956
Architekten: Fritz Rickenbacher und Walter
Baumann

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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