Buvette St.Alban: Wenig Italianità

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Das Bau- und Verkehrsdepartemenet präsentierte der Öffentlichkeit die geplante neue Buvette am St.Alban-Rheinweg, die künftig vom Ristorante Cibo Mediterraneo betrieben werden soll. Frühestens ab Frühjahr 2018 soll sie gemäss Medienmitteilung „zum Verweilen unter der lauschigen Baumreihe bei der historischen Stadtmauer einladen.“

Das Ristorante Cibo Mediterraneo als Betreiber liegt nur zwei Querstrassen vom Buvettenstandort entfernt. Das Konzept vom Wirt Francesco Di Grazio hat das Beurteilungsgremium überzeugt. Di Grazio ist nicht nur im Quartier verankert, er kann die Buvette auch sehr flexibel bewirtschaften, weil sein Restaurant in der Nähe liegt. „Die Buvette St.Alban soll ein Treffpunkt verschiedener Generationen und Kulturen sein. Sie möchte Mittelmeer-Stimmung nach Basel holen“, heisst es seitens des BVD. „Wir bieten kein Fast-Food, sondern führen eine Buvette mit Stil,“ sagt Francesco Di Grazio. Ein Prozent des Jahresumsatzes soll zudem einem kulturellen Projekt aus dem Quartier zukommen.

So weit so gut. Die Gestaltung der neuen Buvette weiss hingegen überhaupt nicht zu überzeugen. Auf der lieblosen Visualisierung steht der Buvetten-Container in Holzoptik unmotiviert, schräg unter den Rosskastanien. Mittelmeer-Stimmung und Italianità sehen definitiv anders aus. Die Gestaltung des öffentlichen Raums und insbesondere des Rheinbords muss von höchster Qualität sein. Hier ist eine gestalterische Überarbeitung unbedingt angebracht. Die neue Buvette muss sich viel stärker in die Umgebung einpassen und die Kulisse mit der nahgelegenen Stadtmauer und dem Letziturm berücksichtigen. Schlichte Eleganz und architektonisches Fingerspitzengefühl sind gefragt. Der jetzige Entwurf versprüht höchstens funktionalistischen Pragmatismus. Man schaue sich auf der Visualisierung die eigenartig offenstehenden WC-Türen an. Prädikat: Zurück an den Architekten.

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