Der Wettbewerb Wohnungsbau Volta Ost ist entschieden

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Im St. Johann-Quartier ist ein Wohn- und Geschäftsgebäude im „erschwinglichen Preissegment“ geplant. Der dafür ausgelobte Wettbewerb wurde soeben entschieden: Gewonnen hat das junge, unbekannte Architekturbüro Trachsler & Hoffmann aus Zürich.

Wir haben uns die Projekte angeschaut und – nebst einer erstaunlichen städtebaulichen Ähnlichkeit der Projekte von Buchner Bründler (Basel) und Schneider Studer Primas (Zürich) – eine grosse Vielfalt an Lösungsansätzen ausgemacht. Herausgestochen ist in unseren Augen das Projekt von Lukas Baumann (4. Preis), der auf eine präzise-stringente Strassenflucht mit einer kleinteilig-feingliedrigen Hofseite reagiert. Die im Volumen untergebrachten Wohnungen sind äusserst elaboriert und lassen eine hohe Wohnlichkeit erahnen.

Das Siegerprojekt „Gregory“ von Trachsler & Hoffmann (Zürich) sieht einen schmalen zehngeschossigen Riegelbau entlang der Elsässerstrasse vor und einen dreigeschossigen Sockel zum Fernheizkraftwerk an der Voltastrasse. Formal orientieren sich die Bauten in Struktur und Materialisierung an den Bauten der Industrie und betonen damit die Achse der Elsässerstrasse.

Unterschiedlichen Nutzungen soll die Neubebauung Platz bieten: Das Erdgeschoss besteht aus einem offenen Gefüge aus Quartierrestaurant und Läden. Die Wohnnutzungen umfassen Quarti-erwohnungen, Studentenwohnungen und Wohnungen für die Sozialhilfe. Zusätzlich wird eine Tagesstätte in einem separaten Gebäude an die bestehende Gebäudezeile an der Elsässerstrasse angebaut. Um die Wettbewerbsvorgabe nach erschwinglichem Wohnraum zu erfüllen, wurde die private Fläche in den Wohnungen reduziert und durch gezielte Massnahmen in den halbprivaten Bereichen des Hauses kompensiert. Diese sehen beispielsweise zumietbare Jokerräume vor oder gemeinschaftlich genutzte Aussenräume.

Einen Teil der Wohnungen wird Immobilien Basel-Stadt der Sozialhilfe zur Verfügung stellen. Diese wird die Wohnungen an alleinstehende Personen, junge Menschen und Familien vermieten. Die Sozialhilfe unterstützt die Haushalte in der Stärkung ihrer Eigenständigkeit und Eigenverantwortung. Es sind 80 Zimmer für Studierende vorgesehen, die – falls möglich – durch die WoVe angeboten werden sollen.

Das weitere Programm ist sportlich: Das Bauprojekt wird ausgearbeitet, so dass nach heutiger Planung das Baugesuch im Frühjahr 2017 eingereicht werden kann und der Baubeginn im Herbst 2017 erfolgen kann. Der Bezug ist auf Ende 2019 geplant.

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