Domus Haus von Rasser und Vadi | Basler Baukultur entdecken. No 6

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Heute widmen wir uns einem der elegantesten Gebäude aus der Zeit zwischen 1950 und 1970. Dieses auf einer schmalen Altstadtparzelle stehende Eckhaus hat sechs Geschosse und ein zurückversetztes Dachgeschoss. Durch seine scharf geschnittene kubische Gestalt, die wohlproportionierte Gliederung und die unterschiedliche Transparenz seiner Vorhangfassade erreicht es eine Präsenz, die sich in diesem heterogenen Umfeld mit grossem Selbstverständnis behauptet. Wenige Materialien und Farben kommen vor am blanken Baukörper: weissliches Metall – von den Fassadenrändern bis zum Türgriff –, schwarze Fenster- und Türrahmen sowie mattes und klares Glas. Das hinter die Fassadenflucht zurückversetzte Erdgeschoss ist als Glashaus ausgebildet und lässt den eleganten Kubus mit den fünf Obergeschossen gleichsam schweben. Die transparente Fassade gibt den Blick frei auf die runden Stützen, die eine flexible Nutzung der Geschossflächen ermöglichen. Nach dem Einrichtungshaus «Domus », dem das Gebäude seinen Namen verdankt, beherbergte es zwischen 1984 bis 2004 das Architekturmuseum Basel.

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Funktion: Bürogebäude
Adresse: Pfluggässlein 3
Bauzeit: 1958
Architekt: Max Rasser und Tibère Vadi

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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