Doppelvilla von Arthur von Glenck | Basler Baukultur entdecken. No 83

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Diese Doppelvilla hat in Basel kaum Vergleichbares. Sie ist ein Zeugnis des späten Historismus, bei welchem sich in Haustein gefasste Backsteinarchitektur mit Elementen der damals hochmodernen Schweizerholzbauweise verbindet. Fritz Stehlin nannte diese Mischung „Nürnberger Renaissancebauhölzerstil“; tatsächlich sind Bauten aus den 90er Jahren mit diesen Charakteristika in ganz Deutschland anzutreffen, beispielsweise in Dresden, Gotha, Wuppertal. Der Architekt Arthur von Glenck war der ältere Bruder des Salinenbesitzers Hugo von Glenck, für den er zwei Häuser weiter eine 1981 abgebrochene Villa baute. Bauherr war sein Cousin, der Salinendirektor Ludwig Kornmann. Das vollständig unterkellerte Doppelhaus mit übereck platzierten Türmchen zur Gartenseite hin weist zwei Geschosse, einen grosszügigen Dachausbau, Gartenveranden und überdachte Eingangstrakte auf. Dazu kommen noch Remisenbauten im Hinterland. Erste Bewohner war der der Bankier Rudolf Brüderlin-Ronus und der Metall- und Kohlenhänder Otto Röchling-Graf.

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Funktion: Doppelvilla
Adresse: Grellingerstrasse 75 + 77
Bauzeit: 1896
Architekt: Arthur von Glenck
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bild: © CD | Architektur Basel

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