Ein hölzerner Tennis-Pavillon für die Old Boys

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Der Tennisclub Old Boys Basel baut eine neue Halle beim St. Galler-Ring, nun steht fest, wie sie aussehen soll. Die Architekten Stich & Oswald haben den Wettbewerb für sich entschieden. An einer ausserordentlichen Generalversammlung haben die Mitglieder des Vereins grünes Licht für den Neubau gegeben.

Die Architekten Stich & Oswald haben das Rennen gemacht. Sie haben zusammen mit dem Generalunternehmer Sulzer + Buzzi Baumanagement ein Projekt abgeliefert, welches den „Anforderungen, sowohl im Raumprogramm, wie auch bezüglich Kosten genau entspricht“, wie die Vereinsverantwortlichen mitteilen. Die geplante Tennishalle verfügt gemäss TC Old Boys über einen Baukörper „mit einer schön strukturierten Holzfassade, welche sich perfekt in die Umgebung einfügen wird.“ Die neue Tennishalle  steht aufgrund der Lage des Baurechtsperimeters einerseits in enger Beziehung zum St. Galler-Ring. Andererseits solle die Halle gemäss Architekten „als freistehendes Haus im Park in Erscheinung treten.“ Die Kubatur des Neubaus ist „pavillonartig“ in Holz materialisiert. Das vertikale Fassadenrelief und die bandartigen Öffnungen hingegen sind primär an den angrenzenden Strassen orientiert. „Die Halle ist so zu den beiden städtebaulichen Ebenen in angemessene Relation gesetzt“, schreiben die Architekten.

Old Boys

Neue Tennishalle des TC Old Boys © Stich & Oswald

Die Hallenplätze sind um die Höhe eines Regelgeschosses ins Erdreich eingelassen. Lounge und Tribüne, die den Plätzen zum St. Galler-Ring hin vorgelagert sind, überblicken so die Hauptfunktion des Gebäudes und sind gleichzeitig ebenerdige Erweiterung des Hallenvorplatzes. Das südöstliche Treppenhaus führt aus der Lounge zu den Spielfeldern und den Garderoben. Der zweite Treppenkern mit Lift, südwestlich zur Clubanlage orientiert, dient als direkter Zugang zu den Dachplätzen. Die oberen Spielflächen sind umlaufend mit der Holzfassade gefasst, die ier zur Brüstung überhöht ist. Diese Brüstung dient als Wind- und Sichtschutz der Felder.

Über die Materialisierung schreiben die Architekten folgendes: „Die Materialisierung der Halle ist geprägt von der betonierten Tragkonstruktion und deren Relation zum holzfarbenen, inneren Fassadenband. Die Böden der Nebenräume aus angeschliffenem, versiegeltem Hartbeton sind optisch der Tragkonstruktion zugeordnet. Die Fensterelemente (Holz/Metall) sind farblich Teil der Holzkonstruktion. Der Hallenboden ist in den Randbereichen betongrau eingefärbt und dient so als visueller Fusspunkt der Stützen. Die Spielfelder hingegen sind klassisch rotbraun gehalten.“ Zwischen den Sekundärträgern der Hallendecke sind Deckenstrahlplatten und Leuchtkörper eingelassen. „Die Sandfarbenen Dachplätze sind ausschliesslich von Grautönen flankiert; die Verkleidung des Attikaaufgangs, der Brüstungselemente und der Umzäunungen teilen sich ihre Materialisierung in feuerverzinktem Stahl; der Vorplatz auf dem Dach ist mit handelsüblichen Gartenplatten aus Beton belegt.“

Quelle: http://tcob.ch/category/hallen-projekt/

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