Einfamilienhauszeile von Emanuel La Roche | Basler Baukultur entdecken. No 79

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Anders als beim gleichzeitigen Bau der Universitätsbibliothek liess sich Emanuel La Roche bei der zweigeschossigen Einfamilienhäuserzeile mit Mansarddach und Vorgärten von einem etwas verspielten Barock inspirieren. Die Häuser mit zwei ungleich breiten Achsen haben im Parterre und zum Teil auch im ersten Stock köstliche geschweifte Verdachungen mit Rocaillen, die Oberlichter über den Türen greifen die Bewegung auf. Neben einfachen und Zwillingsfenstern erscheine auch dreiteilige Palladiofenster. Das Haus Nummer 13, in welches La Roche mit seiner Familie zog, zeichnete er mit einem dreieckigen Scheingiebel au zwei Voluten aus. Von den hell verputzten Häusern mit dem originellen Steindekor strahlt selbstbewusste Heiterkeit aus. Nicht zuletzt diese Bauten dürften Emanuel La Roche zu seinem Spitznamen „La Rococo“ verholfen haben. Der Eindruck von Grosszügigkeit, den die ganze Zeile erweckt, täuscht darüber hinweg, dass die einzelnen Häuser erstaunlich schmal und langgesteckt sind.

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Funktion: Einfamilienhauszeile
Adresse: Angensteinerstrasse 11 – 19
Bauzeit: 1895/96
Architekt: Emanuel La Roche
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bild: © Céline Dietziker | Architektur Basel

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