Einfamilienreihenhäuser von Rudolf Linder & Adolf Visscher van Gaasbeek | Basler Baukultur entdecken. No 85

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Formulierungen des Barocks, immer wieder spielerisch variiert, waren eine der Stärken Adolf Visscher van Gaasbeeks und finden sich an verschiedenen seiner Schöpfungen. Beispiele dafür sind auch diese Häuser von 1895 am Hirzbodenweg mit den ungeraden Hausnummern. Rudolf Linder hatte sie auf eigene Rechnung gebaut, bis 1899 blieben sie in seinem Besitz, erst sukzessive wurden sie von Wohlhabenden wie dem Juristen Professor Wieland-Preiswerk gekauft. Das fünf Häuser umfassende symmetrisch angelegte Ensemble überrascht durch geistreiches Spiel mit architektonischen Formen in ungewohnten Kombinationen: Die einzelnen zweiachsigen Hauseinheiten sind risalithaft leicht versetzt, die mit Pilastern gegliederten äusseren und das mittlere Haus weisen dank ihrer Scheingiebel drei Geschosse auf, während die zweigeschossigen Häuser dazwischen jeweils durch einen mit exquisiter renaissancistischer Ornamentik versehen, stark hervorspringenden Erker ausgezeichnet sind.

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Funktion: Einfamilienreihenhäuser
Adresse: Hirzbodenweg 81 – 91
Bauzeit: ab 1895
Architekt: Rudolf Linder & Adolf Visscher van Gaasbeek
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bilder: © CD | Architektur Basel

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