Entwicklung Bahnhof SBB: Die Tage des Postreitergebäudes sind gezählt

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Dem «Rosthaufen» am Bahnhof geht’s an den Kragen. Das bestehende Postgebäude von Suter + Suter soll einem 300 Millionen teuren Neubau weichen. Gemäss Entwickler sollen «an bestehender, zentraler Lage am Bahnhof Basel SBB Wohnungen, Büro- und Dienstleistungsflächen entstehen.» Dafür wird der bestehende Bebauungsplan überarbeitet. Die Bilder des Projekts der Testplanung von Buchner Bründler Architekten zeigen das voraussichtliche Ausmass der städtebaulichen Veränderung an der östlichen Einfahrt des Bahnhofs. Die Testplanung wurde 2015 abgeschlossen und der Projektvorschlag der Architekten Morger Partner zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Geplant sind drei Hochhäuser zwischen der Solothurnerstrasse im Gundeli und der Nauenstrasse Richtung Aeschenplatz. Die gleisüberspannende Grundkonstruktion mit dem Parkhaus wird als Sockel beibehalten. Auf dem Sockel werden öffentlich nutzbare Räume, neue Wege für Fussgänger und zusätzliche Verbindungen zwischen dem Bahnhof, dem Gundeldinger- und dem St.-Alban-Quartier entstehen. Gemäss Tageswoche sieht Kantonsbaumeister Beat Aeberhard das Projekt als «grosse Chance» für die Stadt. «Mit dem Projekt erhält das Gundeli endlich eine weitere attraktivere Anbindung an die Innenstadt und umgekehrt.» Die neuen «Hochpunkte» würden zudem in einem Bereich zu stehen kommen, der im Hochhauskonzept bereits als Eignungsgebiet ausgewiesen und ohnehin schon von Hochhäusern umgeben sei. «Das Projekt ist ein Puzzlestein der Verdichtung am Bahnhof SBB. Der städtebaulich problematische heutige Postreiterbau kann zu einem positiven Stadtbaustein transformiert werden», sagt Aeberhard.

Der Zeitplan sieht eine öffentliche Planauflage 2018 vor. Die Umsetzung wird etappiert: Der Hauptbau und zwei Hochhäuser sollen bis 2025 fertiggestellt werden. Das dritte Hochhaus würde 2028 vollendet. Man darf gespannt sein, wie sich dieses planerisch äusserst komplexe Vorhaben entwickeln wird. Besonders freuen wir uns auf genauere Angaben zur Architektur der geplanten Bauten. Wir bleiben dran.

Quelle: http://nauentor.ch

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