FHNW Architektur: Schlusskritiken im Zeichen des Freidorf-Jubiläums

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Es war eine Premiere, wobei nur der rote Teppich auf den sanft ansteigenden Treppen fehlte…  Zum ersten mal fanden die Schlusskritiken in neuen Räumlichkeiten des Kubuk in Muttenz statt. Für die Besucher hatte dies den Vorteil, dass die Kritiken aller Entwurfsmodule übersichtlich nebeneinander aufgereiht stattfanden – und man sich zur Stärkung zwischendurch schnell ein Jamadu-Pausebrötli hauseigenen Coop holen konnte…

Einziger Wermutstropfen: Platz für die Ausstellung aller Arbeiten war leider nicht genügend vorhanden. Nichtsdestotrotz war das, was zu sehen war, sehenswert. Eine Mehrheit der Studierenden befasste sich im vergangenen Semester mit der Siedlung Freidorf in Muttenz. Kein Zufall: Die Siedlung feiert dieses Jahr das 100-jährige Bestehen. Anlass genug, sich über die Potentiale einer künftigen Entwicklung des Freidorfs Gedanken zu machen.

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Auch der emeritierte Professor lauscht gebannt… © Architektur Basel

Grundstudium: Zoologist in residence
Wir beginnen unseren Besuch im Grundstudium. Bei den Dozenten Axel Humpert und Tim Seidel widmeten sich die Studierenden der Aufgabenstellung einer temporären Wohnung für eine Zoologin oder einen Zoologen im Basler Zolli. „Wie ein Kuriositätenkabinett oder eine Wunderkammer“ sollten die Kleinbauten auch zur Vermittlung der Forschungsergebnisse dienen. Die „turmartigen Residenzen“ wurde nals massive Strukturen gedacht und entworfen.

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Anschauungsunterricht am Modell: „Genau hier! Dieses Dachfenster meine ich…“ © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Einmal Betonstruktur mit Backsteinfüllung bitte! 2018 © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Halbrunde Sache: Ein Zoologenhaus im Zeichen des Bogens. © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

„Darf ich hier in deine schönen Abgabepläne zeichnen…“ © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Der 3D-Drucker macht’s möglich: Gedrucktes Modell im Miniaturformat © Architektur Basel

Haus und Kontext: Das neue Freidorf
Bei Professor Dominique Salathé entwarfen die Studierenden direkt neben dem Freidorf auf dem Areal des Coop-Geländes einen neuen „Prototyp“ für gemeinschaftliches Wohnen. „Der Gründergeist des Freidorfs soll aufgenommen und in eine neue, zeitgemässe Architekturform übersetzt werden.“

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Ein brutalistischer Gegenspieler zur Gartenstadt von Hannes Meyer © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Wohnen minimal: Schönes Detail-Modell einer Modulwohnung © Architektur Basel

Struktur und Prozess: Destillerie mit Ausstellungspavillon
In seinem letzten Semester als FHNW-Professor untersuchte Reto Pfenniger eine spezielle Aufgabe: Ein temporärer Sommerpavillon in Kombination mit der Umnutzung eines landwirtschaftlichen Ökonomiegebäudes zu einer Destillerie wurde von den Studierenden entwickelt. Der Entwurf fand dabei vor allem digital statt: Pläne wurden gebeamt und das Modell 3D-gedruckt. Handzeichnen und Modellbauen? Schnee von gestern.

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Vorhang auf! Bei Professor Reto Pfenniger herrschte Kino-Atmosphäre © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Formalismus? Innovative Formensprache vom 3D-Drucker geformt © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Hier wird Schnaps produziert © Architektur Basel

Typologie und Raum: Gartenstadt heute
Bei Professorin Annette Helle gingen die Studierenden der Frage nach, wie eine zeitgnössische Gartenstadt aussehen könnte. „Wichtige Themen wie ein haushälterischer Umgang mit dem Boden und die Wechselwirkung zwischen angenehmen Freiräumen und einer sinnvollen Verdichtung“ standen dabei im Vordergrund. Gesucht war ein „innovatives Quartier“ das verschiedene Lebenskonzepte berücksichtigt.

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Poetischer Entwurf: Aus dem Freidorf werden sechs Schollen © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Ein fliessender Grünraum als verbindendes Element © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Rechteck meets Dreieck: Mini-Blockränder als spannende städtebauliche These  © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Angeregte Diskussion mit einer Delegation der Genossenschaft Freidorf © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Was braucht ein guter Platz? Geschlossene Ecken! © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Klassischer Städtebau: Camillo Sitte hätte seine Freude an diesem Entwurf gehabt © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Herbstsemester 2018 © Architektur Basel

Klötzchen statt klotzen: Das Freidorf als low rise & high density-Teppich © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Herbstsemester 2018 © Architektur Basel

Zeilenbau: Alt und neu bilden ein Ensemble © Architektur Basel

Master Siedlung
Der Frage nach der Qualität der Verdichtung gingen die Studierenden im Master bei Professor Matthias Ackermann nach. „Wenn die Wohnbevölkerung bis 2040 um einen Viertel zunimmt, sind grundsätzliche Strategien gefordert“, da das situative Verdichten im Rahmen der geltenden Baugesetze an ihre Grenzen stosse. Welche Modelle lassen sich entwickeln für eine Stadt, die dicht, die schön und daher gut bewohnbar ist?

Schlusskritiken FHNW Herbstsemester 2018 © Architektur Basel

Verdichten ist das Gebot der Stunde – auch im Master-Studiengang © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Herbstsemester 2018 © Architektur Basel

Waben-Architektur für Menschen gemacht: Faszinierender Modulbau © Architektur Basel

Master Landschaft
Im Schwerpunkt Landschaft des Masterstudiengangs lad der trinationale Metropolitanraum im Fokus. Die Studierenden von Professorin Susanne Véscey suchten Lösungen für die „spezifische Strukturierung des besiedelten Landschaftsraumes im Grenzgebiet“. Das ganze mündete unter Anwendung geeigneter Regelwerke in einer „experimentelle Entwicklung“ eines Quartiers „jenseits der Grenze Basels.“

Schlusskritiken FHNW Frühjahrssemester 2018 © Architektur Basel

Think BIG! Grenzen wurden überwunden im Master Landschaft © Architektur Basel

Schlusskritiken FHNW Herbstsemester 2018 © Architektur Basel

Marco Zünd: „Aber Basel ist nicht Rom! Die Sonne steht hier tiefer…“ © Architektur Basel

Text und Fotos: Lukas Gruntz / Architektur Basel

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