Gellertgarage von Hans Müller | Basler Baukultur entdecken. No 12

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Die Gellertgarage repräsentiert als letzte den Typ der Grossgarage in Basel – mit befahrbarem Dach wie das bekannteste Beispiel, die 1994 abgerissene Garage Schlotterbeck (1928). Ursprünglich wurde sie grösstenteils als Parkhaus genutzt, heute dient sie dem Autohandel sowie als Servicestation und Reparaturwerkstatt. Das grosse, dreigeschossige Gebäude ist eine singuläre Erscheinung, nicht zuletzt auch wegen seiner dekorativen Rasterfassade aus Formsteinen, einer Kombination von Quadrat und Kreuzform. Durch sie erfährt der typische
Stil der 1950er Jahre eine Steigerung ins Ornamentale. Hervorzuheben sind auch das dünnschalige, weit vorkragende Dach (Flugdach) und die feingliedrige Strukturierung der Flächen, wie sie das Leistenfries als oberer und unterer Fassadenabschluss und die Profilierung der schlanken Fassadenstützen zeigen. Das den Zeitstil gleichermassen verkörpernde Pilzdach über der Tankstelle mit einem Durchmesser von 14 Metern wurde 1993 leider ersetzt.

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Funktion: Garage
Adresse: St. Alban-Anlage 72/Sevogelstrasse 26–28
Bauzeit: 1951
Architekt: Hans Müller

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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