Haus Martig von Rudolf Preiswerk | Basler Baukultur entdecken. No 52

0

Der klare Baukörper mit Flachdach liegt mit der geschlossenen Schmalseite zur Strasse. Er überzeugt durch seine streng reduzierte Formensprache und den funktionalen Grundriss. Der Basler Architekt Rudolf Preiswerk war ein Schüler von Karl Moser. In Bezug auf Formensprache, Konstruktion und Grundrisskonzeption gehören seine Bauten in die Nachfolge des Neuen Bauens.

Das Haus an der Wenkenstrasse wurde in nur vier Monaten realisiert, es demonstriert exemplarisch das rationelle Bauen mit vorgefertigten Bauteilen. Das Äussere zeigt drei mehrheitlich geschlossene Fassaden (Nord, Ost, West) und eine offene Gartenfassade (Süd), die im Obergeschoss von einem durchgehenden Balkon betont wird. Der Grundriss nimmt in einem schmalen Bereich an der Nordseite im Erdgeschoss den Eingang, die Treppe und die Küche auf, im Obergeschoss einen Abstellraum, den Gang und das Bad. Der grössere Bereich gegen Süden ist im Erdgeschoss mit dem Wohn- und dem Esszimmer belegt, im Obergeschoss mit vier Schlafzimmern. Ein wichtiges Element des Innenausbaues bei Preiswerk sind die raumsparenden Einbauschränke, die seit den 1920er Jahren als ein Charakteristikum der architektonischen Avantgarde gelten.

________________________________________
Funktion: Wohnhaus
Adresse: Wenkenstrasse 58, Riehen
Bauzeit: 1936
Architekt: Rudolf Preiswerk

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Romana Anselmetti
Foto: © Erwin Baumgartner

Teile diesen Beitrag!

Comments are closed.