Haus von Sury von Werner Max Moser und Rudolf Steiger | Basler Baukultur entdecken. No 50

0

Das winkelförmige Haus an der Sonneggstrasse steht mittig auf der Parzelle. Durch die geschickte Ausnutzug des Höhenunterschiedes der beiden Grundstücksseiten wird ein ebenerdiger Zugang von der Strassenseite zum Kellergeschoss ermöglicht. Dadurch kann eine Garage im Sockel des Baukörpers integriert werden. Dieses bemerkenswerte Detail deutet darauf hin, dass das Automobil Teil der Gesamtkonzeption des Wohnhauses war. Das Gebäude ist von der Südseite gesehen ein eingeschossiger Bungalow mit Flachdach. Der Grundriss ist rational und ökonomisch ausgebildet. Die eingeschossige Ausdehnung des Baukörpers füllt die bebaubare Fläche des Grundstücks.

Der Haussockel ist in Massivbauweise aus Beton, das eigentliche Erdgeschoss in reiner Holzbauweise (Holzrahmen und Holzbalken) ausgeführt. Die Fassade ist mit einer horizontalen Holzschalung mit Nut und Kamm ausgebildet. Die Fensteröffnungen auf der Südseite haben diese für die Moderne bezeichnenden Fenster mit unterschiedlichen Brüstungshöhen, welche vor allem im Massivbau zur Anwendung kamen. Die Räume sind mit Holzfaserplatten und Sperrholz verkleidet – typische Materialien des Neuen Bauens.

________________________________________
Funktion: Wohnhaus
Adresse: Sonneggstrasse 19, Riehen
Bauzeit: 1935/36
Architekten: Werner Max Moser und Rudolf Steiger

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Matthis Heusler
Foto: © Christoph Teuwen

Teile diesen Beitrag!

Comments are closed.