Haus „Zur Fortuna“ | Klassizismus und Historismus in Basel #1

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Heute starten wir eine sechsteilige Serie zur Architektur des Klassizismus und Historismus in Basel. Anhand von kurzen Leseproben aus dem wunderbaren Buch (Architekten des Klassizismus und Historismus, Basel, 2015) von Rose Marie Schulz-Rehberg stellen wir euch einige exemplarische Bauten aus der Zeit zwischen 1780 bis 1880 vor. Wir beginnen mit dem Haus zur Fortuna in der St. Alban-Vorstadt:

„Als Achilles Huber frühster erhaltener Bau darf das Haus ZUR FORTUNA in der St. Alban-Vorstadt 19 von 1810 gelten. Das traufständige dreigeschossige Gebäude mit einer symmetrisch aufgebauten Fassade von fünf Achsen, das in den Strassenverlauf eingebunden ist, baute er für den bedeutenden Handelsherrn und Lokalpolitiker Carl Christian Burckhardt-Thurneysen und dessen Frau Anna Margaretha.

Die Gebäudemitte ist als schwach hervortretender dreiachsiger Risalit gestaltet und schliesst oben mit einem von einem Dreickgsgiebel gekrönten Querhaus ab, in das drei Rundbogenfenster und im Giebelfeld ein halbrundes Fenster eingelassen sind. Alle übrigen Öffnungen sind rechteckig und gleichartig gerahmt, mit von Läden flankierten Fenstern, wobei die drei mittleren im Piano Nobile durch Verdachungen auf Konsolen hervorgehoben werden. Auf identische Weise ist der kaum breitere in der Mitte gelegene Eingang ausgezeichnet. Typisch sind die darunter angebrachten Einschüttluken zum Keller. Für Bauzierat wird nichts verschwendet. Die gegen Ende des 18. Jahrhunderts aufgekommenen Ideale von edler Einfalt und stiller Grösse haben hier architektonische Form gewonnen.“
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Funktion: Wohnhaus
Adresse: St. Alban-Vorstadt 19
Baujahr: 1810
Architekt: Achilles Huber

Quelle: Architekten des Klassizismus und Historismus, Bauen in Basel 1780-1880, Rose Marie Schulz-Rehberg, 2015, CHF 39.00 > Bestellung unter >> www.merianverlag.ch/de/publikationen
Foto: © Christoph Merian Verlag

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