Kino „Studio Central“ von Marcus Diener | Basler Baukultur entdecken. No 17

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Das «Studio Central» ist das erste Basler Kellerkino und zugleich der letzte Saal aus der Zeit des zweiten Kinobooms mit – weitgehend – erhaltener Inneneinrichtung. Alle während den 1950er und anfangs der 1960er Jahre umgebauten oder neu erbauten Kinos sind Geschichte; mit der Ausnahme des ebenfalls von Marcus Diener entworfenen, im Innern jedoch gänzlich veränderten «Plaza».Das «Studio Central» war seit 1908 als «Central» an der Falknerstrasse etabliert und eröffnete 1956 an seinem heutigen Standort. Ähnlich wie das Kino, stellt auch die Passage, von der aus der Zugang erfolgt, das letzte Basler Beispiel ihres Typs im Originalzustand dar. Beide veranschaulichen den Stil der 1950er Jahre in charakteristischen Details: feingliedrige, glänzende Metallprofile, geschwungene Formen, Linienraster, kräftige Farb- und Materialkontraste. Den Höhepunkt bilden die sonnenförmigen Leuchter an den Wänden des rund 230 Plätze aufweisenden Kinosaals mit dem Strahlenkranz aus Lampen in der typischen konischen Form. Treppe und Foyer zeigen – teils verdeckt durch neue Elemente – weitgehend die originale Einrichtung; nicht mehr erhalten ist die «Central Bar» im Foyer.

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Funktion: Kino
Adresse: Gerbergasse 16
Bauzeit: 1953–1956
Architekt: Marcus Diener

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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