Mehrfamilienhäuser von Emil Hug-Zumsteg | Basler Baukultur entdecken. No 62

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Diese drei viergeschossigen Mietshäuser, deren Erstbewohner in der Mehrzahl Lehrer waren, sind trotz ihres unterschiedlichen Aussehens vom selben Architekten gebaut worden. Zwei davon bilden ein Ensemble, dessen symmetrisch angelegte dreiachsigen Fassaden mit barock wirkenden Accessoires – wie einem reich geschwungenen Ziergiebel und ebensolchen Balkonen auf üppigen Konsolen – ausgestattet sind. Beim dritten Haus, das einem Polizisten gehörte, kontrastieren die streng geometrischen Fenster- und Türöffnungen mit dem feinlinig fliessenden Dekor der flach aufgesetzten Fensterumrahmungen und des abgerundeten Ziergiebels, aus denen einzelne goldene Akzente herausleuchten. Im Aufbau unterscheidet sich jede Achse von der anderen. Die geometrisierende Durchgestaltung erstreckt sich über alle Details bis zum Gartenzaun. Das ganze Gebäude scheint geradezu einem Musterbuch für wienerischen Jugendstil zu entstammen.

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Funktion: Wohnhäuser
Adresse: General Guisanstrasse 8–12
Bauzeit: 1907
Architekt: Emil Hug-Zumsteg

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text & Bild: © Rose Marie Schulz-Rehberg

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