Personalhaus Hoffman-La Roche von Roland Rohn | Basler Baukultur entdecken. No 24

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Roland Rohn (1905–1971) prägte das Erscheinungsbild der Hoffmann-La Roche in der Nachfolge von Otto R. Salvisberg ab den 1940er Jahren. In seinem zum 75. Firmenjubiläum eröffneten Personalhaus verbindet sich die Stahl-Glas-Architektur mit der skulpturalen Qualität des Betons. Das Äussere des rechteckigen langgezogenen Baus fasziniert durch die gelungene Symbiose von Architektur, Natur und Kunst – das Innere zusätzlich durch die Vielfalt und Komplexität der Nutzung auf höchstem technischem Niveau.

Das multifunktionale Gebäude umfasst folgende Einrichtungen: ein unterirdisches Parking mit 900 Plätzen, eine zweigeschossige Eingangshalle, im Erdgeschoss flankiert von der Cafeteria mit 450 Plätzen und der Schwimmhalle, im Obergeschoss von den zwei Sälen des Personalrestaurants zu je 600 Plätzen. Das Dachgeschoss beherbergt die Verpflegungs und Repräsentationsräume der Direktion. Dazu kommen diverse Betriebs und Freizeiträume. Aussen treten von den je drei unter- und oberirdischen Geschossen nur das Erdgeschoss und das vorstehende, von umlaufenden Brüstungen aus Sichtbeton eingefasste Obergeschoss in Erscheinung. Die symmetrische Hauptfassade im Osten ist heute in die gut eingewachsene, sich auf der Dachterrasse fortsetzende Bepflanzung eingebettet. Sie wird durch die sieben monumentalen, ungegenständlichen Betonreliefs von Ödön Koch (1906–1977) beherrscht. Ihre Form und zentrale Anordnung erinnert an den Fries der Antike, eine Reminiszenz, die auch die imposante Stahlbeton-Kassettendecke der Speisesäle vermittelt. Die Reliefs bilden die Ausdehnung der Eingangshalle mit der imposanten Treppenanlagen und der umlaufenden Galerie am Äusseren ab. Im Innern ergänzen Nussbaum-Holz und weiss gemaserter, blaugrauer Castione-Granit den feinkörnigen Gussbeton und die Glasflächen.

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Funktion: Personalhaus Hoffmann-La Roche
Adresse: Grenzacherstrasse 201
Bauzeit: 1967–1971
Architekt: Roland Rohn

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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