Villenkolonie von Rudolf Linder & Adolf Visscher van Gaasbeek | Basler Baukultur entdecken. No 84

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Diese Parzellen wurden wie die gegenüberliegenden vom Bauunternehmer Rudolf Linder gekauft und in Eigenregie in Zusammenarbeit mit seinem künstlerischen Direktor Adolf Visscher van Gaasbeek bebaut. Auf dieser Strassenseite entstand eine sogenannte Villenkolonie nach Impulsen des Domestic Revivals: im Sinn des verdichteten Bauens aneinandergerückte Einfamilienhäuser mit grösseren Gärten vor und auch hinter dem Haus, die sich optisch zu einem Grüngürtel zusammenschliessen. Nicht repräsentative Symmetrie sondern die Bedürfnisse der Bewohner sollten in erster Linie die Gestaltung bestimmen. Zwischen 1985 und 1900 entstand ein Ensemble von zehn Einfamilienhäusern mit individuellen Fassaden, Putzbauten, oft mit dekorativem Fachwerk versehen und verschiedenen Fensterformen, Erkern, Ziergiebel, Balkonen etc. Eine grosse Rolle spielten auch die Farbgestaltung und der Abschluss des Grundstücks zur Strasse hin. Damit befanden sich die Architekten auf der Höhe der modernsten Trends. 1898 baute Erich Göbel in München-Gern eine Villenkolonie nach diesen Gesichtspunkten.

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Funktion: Villenkolonie
Adresse: Hirzbodenweg 84 – 102
Bauzeit: 1895 – 1900
Architekt: Rudolf Linder & Adolf Visscher van Gaasbeek
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bild: © CD | Architektur Basel

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