Wohn- und Geschäftshaus Steinentorstrasse | Basler Baukultur entdecken. No 2

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Heute nehmen wir euch mit an die Steinentorstrasse, wo wir einen bemerkenswerten Bau des wenig bekannten Architekten, Florian Baldini, genauer betrachen wollen.

In Folge der Verdichtung der Altstadt zur modernen Geschäftscity setzte sich in den 1950er Jahren verstärkt eine neue Massstäblichkeit der Bauten durch. Die Steinentorstrasse war neben der Aeschenvorstadt der Ort, an dem dieses Vorhaben am konsequentesten durchgesetzt wurde. Die leicht gebogene Form der gesamten Häuserzeile entfaltet bei ihrem längsten Gebäude, Steinentorstrasse 26, zusammen mit dem rhythmisierten Fassadenraster die stärkste Wirkung.

Breite und schmale vertikale Stege gliedern die Struktur aus quer- und hochrechteckigen Feldern, welche die innere Raumaufteilung abbilden. Sie besteht mehrheitlich aus Einzimmerwohnungen. Zusammen mit dem stark vorkragenden Vordach und dem geöffneten Erdgeschoss entstand eine stark raumhaltige Fassade, die im Wandel von Licht und Schatten die Grösse des Baus mildert. Diese Formensprache repräsentiert in charakteristischer Weise die erste Nachkriegsmoderne, den Stil der 1950er Jahre mit seiner dekorativen Qualität.

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Funktion: Wohn- und Geschäftshaus
Adresse: Steinentorstrasse 26
Architekt: Florian Baldini
Baujahr: 1951

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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