Ein feinfühliger Entwurf – die zukünftige Turnhalle der Sek Lärchen in Münchenstein von MJ2B Architekten AG

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Mit ihrem Projektvorschlag «unisono» setzen sich Husner AG Holzbau mit MJ2B Architekten AG gegen vier andere Teams in einem Gesamtleistungswettbewerb mit Präqualifikation um eine neue Einfachturnhalle für die Sekundarschule Lärchen in Münchenstein durch. Die bestehenden Gebäude stammen aus dem Jahr 1952/53 und 1963 vom Basler Architekten René Toffol. Das Büro Back Simonsen entschied 2016 den Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung der Anlage für sich. Diese Arbeiten wurden 2021 abgeschlossen. Die Schulanlage ist derzeit für achtzehn Klassen ausgelegt. Nun soll die Sekundarschule um eine zweite Turnhalle ergänzt werden.

Baujahr 1952: Gebäudetrakte A+B, sowie D+E+F, Erweiterung 2021: Gebäudetrakt G, der Gebäudetrakt C wird zugunsten der neuen Turnhalle abgerissen. Die Villa Menth (H) steht in unmittelbarer Nachbarschaft. Darstellung: Architektur Basel, Grundlagen: © Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Baujahr 1952: Gebäudetrakte A+B, sowie D+E+F, Erweiterung 2021: Gebäudetrakt G, der Gebäudetrakt C wird zugunsten der neuen Turnhalle abgerissen. Die Villa Menth (H) steht in unmittelbarer Nachbarschaft. Darstellung: Architektur Basel, Grundlagen: © Bundesamt für Landestopografie swisstopo

Das Ensemble samt Umgebungsgestaltung wurde durch die Kantonale Denkmalpflege als kommunal schutzwürdig eingestuft. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich mit der kantonal geschützten Villa Menth mit Umgebungsschutz ein weiterer wichtiger Baubestand. Der erste Ausbauschritt wurde denn auch eng durch die Kantonale Denkmalpflege begleitet. Das Resultat lässt sich sehen; wir haben darüber berichtet.

Der Blick vom Pausenplatz in Richtung des zukünftigen Eingangs der Turnhalle © Simon Heiniger / Architekten Basel

Der Blick vom Pausenplatz in Richtung des zukünftigen Eingangs der Turnhalle © Simon Heiniger / Architekten Basel

Die Hochbauamt des Kantons Basel-Landschaft forderte als Auftraggeberin eine Turnhalle an der Stelle des jetzigen Gebäudetrakts C, der südlich des Schulareals an die Gutenbergstrasse grenzt. Gesucht war ein Entwurf, dessen oberirdische Bauteile möglichst in Holzbauweise erstellt werden. Im Weiteren soll die Halle Minergie-P/Eco zertifiziert sein und über eine PV-Anlage verfügen. Die direkte Umgebungsgestaltung war nicht Teil des Wettbewerbs. Die zweite Wettbewerbsstufe wurde anonym durchgeführt. Die vollständig eingegangenen Angebote wurden mit je fix CHF 50’000 inkl. MwSt. vergütet. Die Gesamtausgaben für das Projekt betragen gemäss Ausschreibung CHF 7.0 Mio inkl. MwSt. Die Fertigstellung der Turnhalle ist für 2025 geplant. Wir haben für euch alle fünf eingegangenen Projektvorschläge angeschaut und eingeordnet:


1. Rang
«unisono»

Husner AG Holzbau
MJ2B Architekten AG

«unisono» – Modellansicht von Norden / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Modellansicht von Norden / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Aussenvisualisierung / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Aussenvisualisierung / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

Die bestehende Schulanlage wird momentan primär von der Lärchenstrasse im Osten, sowie über einen Nebenzugang über die westliche Birkenstrasse erschlossen. Eine zusätzliche Erschliessung über den Sportplatz ist möglich. Das Team von MJ2B Architekten schlägt zwei ergänzende Wegachsen entlang der neuen Turnhalle zur Lärchen- und Gutenbergstrasse vor. Das eingeschossig in Erscheinung tretende Gebäude orientiert sich am Fassadenbild von Bestand und Erweiterung und ordnet sich unter, ohne aber übersehen zu werden. In gewisser Weise bildet die neue Halle das Gegenstück zur Erweiterung von Back Simonsen. Ein überdachter Rücksprung im neuen Gebäudekörper in der Verlängerung des Pausenplatzes bildet den selbsterklärenden Eingang. Eine kleine Galerie gibt den Blick auf die abgesenkte Halle frei. Eine grosszügige Erschliessung führt nach unten. An einem gebäudelangen, aber breiten Gang – der das Hallengebäude unterirdisch auch mit dem Bestand verbindet – sind sämtliche Nebenräume angeordnet. Vom Gang her sieht man durch die Sprossenwände direkt in die Halle. Ein schönes Detail, was die Jury aus akustischen Gründen allerdings weniger mag. Der etwas knappe Geräteraum befindet sich stirnseitig zur Halle. Die Haustechnik, sowie die Räume zur Hauswartung sind im Erdgeschoss gut erreichbar organisiert.

«unisono» – Situation / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Situation / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

Das ganze Gebäude wird mit einem flachen Walmdach aus Blech überspannt. Die Jury bemängelt, dass die Trennung zwischen Halle und Nebenraumschicht unter dem zentrierten Giebel etwas zufällig daherkäme. Das können wir nicht vollends nachvollziehen. Jedoch suggeriert das stark ausgeprägte und sichtbare Holztragwerk eher ein Satteldach. Mit der Jury einverstanden sind wir punkto Dachflächenfenster. Die hätte man lieber weggelassen; die Belichtung über die hochliegenden Fenster von Osten her dürfte eine ruhigere Lichtstimmung versprechen. Die vertikale Holzschalung der Fassade und die gestrichenen Fenster orientieren sich am Vorgefundenen. Charakteristisch sind auch die aussenliegenden, gut sichtbar geführten Dachwasserfallleitungen.

«unisono» – Innenvisualisierung / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Innenvisualisierung / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Grundriss Erdgeschoss / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

«unisono» – Grundriss Erdgeschoss / Husner Holzbau AG & MJ2B Architekten AG

Die Absenkung der Halle und das damit einhergehende eingeschossige oberirdische Volumen dürfte mitunter ein Hauptgrund für den Juryentscheid gewesen sein. Nicht nur gliedert sich das Gebäude sehr ruhig an die bereits bestehende Schulanlage, sondern kommt gegenüber der geschützten Villa Menth sehr verträglich daher. Aus architektonischer und städtebaulicher Sicht überzeugt das Projekt. Was die ökologische Bilanz angeht, stellen sich allerdings einige Fragen. Das bestehende Untergeschoss muss komplett abgerissen und abgeführt werden. Eine Wiederverwendung ist aufgrund der Niveaus nicht möglich. Die Jury merkt vorsichtig an, dass dies nicht eben die nachhaltigste Lösung darstelle. Da die Hälfte der Halle unterirdisch liegt, bleibt für den geforderten oberirdischen Holzbau vergleichsweise wenig Volumen übrig.


2. Rang
«LARIX»
Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG
Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Modellansicht von Norden / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Modellansicht von Norden / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Aussenvisualisierung / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Aussenvisualisierung / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

Die Verfassenden schlagen ebenfalls ein eingeschossiges Volumen vor, wobei sich die Nebenraumschicht in L-Form in ihrer Höhe gegen Norden und Osten etwas absetzt. Gegenüber den Einfamilienhäusern eine schöne Geste, wie die Jury anmerkt, jedoch in städtebaulicher Hinsicht nicht im Sinne der restlichen Schulbauten. Der Zugang zur Halle erfolgt von Norden her. Ein Vordach verbindet das Hallengebäude mit dem bestehenden Längsbau. Ansonsten sind die Gebäude betrieblich nicht verbunden, obwohl das Untergeschoss direkt an den Bestand anschliesst.

«LARIX» – Situation / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Situation / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Grundriss Erdgeschoss / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

«LARIX» – Grundriss Erdgeschoss / Hector Egger Gesamtdienstleistungen AG & Schwob Sutter Architekten

Die Fassade orientiert sich, wie auch jene des Gewinnerprojekts, am Bestand, versucht sich aber mit Lochfenstern, was wenig nachvollziehbar ist. Gänzlich unmöglich sind Lochfenster für diesen Bautypus nicht. Etwa finden wir sie bei der Turnhalle des Massnahmenzentrums für junge Erwachsene Arxhof in Niederdorf aus dem Jahr 1992, ebenfalls aus dem Hause Schwob Sutter. Jedoch wird jene Fassade mit hochliegenden Bandfenstern ergänzt und steht in einem nicht vergleichbaren Kontext. Die Jury geht hart ins Gericht und meint gar: «Diesem Umstand geschuldet erinnert der Neubau stellenweise nahezu dem Bild eines Provisoriums» (sic). Dass das bestehende Untergeschoss hier ebenfalls abgebrochen wird, beurteilt die Jury als sehr negativ. Die grosszügige Erschliessungsfläche zur Gutenbergstrasse hingegen vermag zu überzeugen.


3. Rang
«SUMO»
ERNE AG
Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Modellansicht von Norden / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Modellansicht von Norden / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Aussenvisualisierung / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Aussenvisualisierung / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

Im Gegensatz zum Siegerprojekt haben die Entwerfenden nach einer Möglichkeit gesucht, das bestehende Untergeschoss weiternutzen zu können. So sind unter anderen die Umkleideräume, Toiletten und Duschen im Untergeschoss untergebracht und von Osten her über eine Böschung belichtet, während die Halle und die Geräteräume im Erdgeschoss angeordnet sind. Entsprechend tritt das Volumen der Halle vergleichsweise hoch in Erscheinung, wenngleich die Pultdachhälfte der Eingangs- und Nebenraumschicht im Erdgeschoss steil nach unten führt. Die Weiternutzung des Untergeschosses schränkt die Setzung des Gebäudes in städtebaulicher Hinsicht etwas ein.

«SUMO» – Situation / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Situation / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Grundriss Erdgeschoss / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

«SUMO» – Grundriss Erdgeschoss / ERNE AG Holzbau & Brandenberger Kloter Architekten

Die Jury bemängelt, dass die Halle den bestehenden Pausenplatz gegen Süden wesentlich verschliesst und eine Wegverbindung zur Gutenbergstrasse sehr unattraktiv macht. Hingegen lobt sie die konsequenten Anstrengungen im Sinne der Nachhaltigkeit, kann sich letzten Endes aber mit den Massnahmen, etwa der naturbelassenen Holzschalung oder den zur Villa Menth orientierten Photovoltaikanlage nicht so wirklich anfreunden. Unserer Meinung nach zeigt das Projekt in pragmatischer Weise auf, wie Nachhaltigkeit funktioniert, aber auch, welche Kompromisse dies situationsbezogen nötig macht.


4. Rang
«GYM LARIX»
PM Mangold AG
Flubacher Nyfeler Partner

«GYM LARIX» – Modellansicht von Norden / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

«GYM LARIX» – Modellansicht von Norden / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

«GYM LARIX» – Aussenvisualisierung / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

«GYM LARIX» – Aussenvisualisierung / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

Einen interessanten Gegenvorschlag zu den bisherigen Projekten hat das Team um PM Mangold AG und Flubacher Nyfeler Partner erarbeitet. Sie setzen die Turnhalle als einzige quer zum Bestand und schaffen einen vergleichsweise grosszügigen Aussenraum zwischen dem bestehenden Pausenplatz und der Lärchenstrasse. Allerdings wird der Pausenplatz damit zur Gutenbergstrasse hin geschlossen. Nur der Geräteraum stösst als niedriger Annex gegen Süden aus dem Volumen heraus.

«GYM LARIX» – Situation / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

«GYM LARIX» – Situation / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

«GYM LARIX» – Grundriss Erdgeschoss / PM Mangold Holzbau AG & Flubacher Nyfeler Partner

Die Idee hinter der Setzung ist, die bestehenden Verbindungsräume zum Bestand hin im Untergeschoss weiternutzen zu können, aber die Halle dennoch abzusenken. Das Volumen bleibt zwar unter der Giebelhöhe des Bestandes, jedoch bemängelt die Jury, dass der Abstand der Halle sowohl zur Villa Menth als auch zu den östlichen Einfamilienhäusern in einer städtebaulichen Betrachtung als zu gering erscheint. Hingegen findet die Jury Gefallen an der Tatsache, dass es über die nördliche Fensterfront eine direkte Blickbeziehung zwischen Pausenplatz und Halle gibt. Die grüne Farbgebung der Fassade steht in Kontrast zu den hellen Bestandesbauten. In ökologischer Hinsicht ist es schade, dass trotz Nutzung des bestehenden Untergeschosses viele neue unterirdische Räume erstellt werden müssen und zusätzlicher Aushub entsteht.


5. Rang
«Sommervogel»
Hürzeler Holzbau AG
ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Modellansicht von Norden / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Modellansicht von Norden / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Aussenvisualisierung / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Aussenvisualisierung / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

Ebenfalls am Erhalt des bestehenden Untergeschosses interessiert ist der fünfte und letzte Wettbewerbsbeitrag. Praktisch alle Nebenräume sind im umgebauten Untergeschoss angeordnet. Nur die Halle und der Geräteraum, sowie die Räumlichkeiten zum Unterhalt sind im Erdgeschoss angedacht. Die Jury bemängelt die räumliche Distanz zwischen Halle und Umkleideräumen über die Treppe und das Foyer hinweg. Volumetrisch gestaltet sich das Gebäude in zwei wesentliche Teile. Die Halle mit ihren zwei Pultdächern bildet dabei den höchsten Gebäudeteil, während sich der Zugangsbereich zur Villa Menth hin tief gibt. Die Stirnfassaden gegen die Gutenbergstrasse und den Pausenplatz sind beinahe vollständig geschlossen, was etwas abweisend wirkt. Die Längsfassaden hingegen sind grosszügig befenstert. Die gestalterische Ausformulierung der Fenster wirkt stellenweise etwas zufällig. Die Fassadenfarbe orientiert sich – so vermutet die Jury – eher an jener der Villa Menth und würde somit falsche Bezüge setzen.

«Sommervogel» – Situation / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Situation / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Grundriss Erdgeschoss / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

«Sommervogel» – Grundriss Erdgeschoss / Hürzeler Holzbau AG & ds. architekten eth sia

Für die Plandarstellung haben sich die Entwerfenden im Grundriss konsequent an das Konzept Schwarz-Rot-Gelb (Bestand-Neubau-Abbruch) gehalten. Um zu demonstrieren, wie Nachhaltigkeit geht, eine gute Entscheidung, doch leidet die Leserlichkeit der Pläne darunter und lässt nicht so wirklich Stimmung aufkommen. Ein Wettbewerbsbeitrag soll im besten Fall doch Gefühle und Emotionen auslösen!


Städtebau versus Nachhaltigkeit

Im Sinne der architektonischen Fragestellungen und den städtebaulichen Voraussetzungen hat sich die Jury rund um Kantonsarchitekt Marco Frigerio mit der Wahl des Projekts «unisono» vom Team Husner AG Holzbau mit MJ2B Architekten AG für einen sehr feinfühligen Entwurf entschieden, der sowohl die hohen Qualitäten von Bestand und Erweiterung respektiert und sich dezent in die Nachbarschaft, insbesondere zur Villa Menth, eingliedert, aber dennoch die Anforderungen des Raumprogramms erfüllt. Ein ernstgemeinter Beitrag zur Nachhaltig dürfte das Projekt allerdings kaum sein. Mit dem Abriss des Untergeschosses und dem neuen Betonbau an gleicher Stelle, lässt einen das Vorwort von Marco Frigerio irgendwie ungläubig zurück: «Weiterbauen im Bestand, unter bestmöglicher Nutzung der vorhandenen Ressourcen und unter konsequenter Berücksichtigung der verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit, wird in den kommenden Jahren die Hauptaufgabe bei der Projektentwicklung darstellen». Unter dieser Prämisse hätte sich die Jury definitiv gegen das siegreiche Projekt entscheiden müssen. Marco Frigerio weisst ebenfalls darauf hin, dass die Abwägung zwischen Städtebau, Denkmalpflege und Nachhaltigkeit tatsächlich nicht einfach gewesen sei. Ein simples Richtig oder Falsch gebe es nicht. Dem schliessen wir uns an, wenngleich «unisono» in dieser Hinsicht eine einseitige Kompromisslösung sein dürfte.

Text und Kritik: Simon Heiniger / Architektur Basel

 

Ausstellung: Die Beiträge werden von Do, 24.08.23 bis So, 03.09.23, jeweils Mo-Fr von 09:00 bis 16:00 Uhr sowie Sa+So von 09:00 bis 12:00 im Trakt G in der Schulanlage Lärchen in Münchenstein ausgestellt. Die Vernissage der Ausstellung findet am Mi, 25.08.23 um 17 Uhr statt.


Quellen
– Wettbewerbsprogramm (verfügbar auf competitions.espazium.ch)
– Jurybericht (verfügbar auf competitions.espazium.ch)
– Wettbewerbseingabe siegreiches Projekt «unisono» (verfügbar auf competitions.espazium.ch)
Pläne und Visualisierungen
– Alle Pläne und Visualisierungen stammen aus dem Jurybericht
Fotos und Karten
– Foto Gebäudetrakt C © Simon Heiniger / Architektur Basel
– Kartengrundlage: Bundesamt für Landestopografie swisstopo

 

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