Zeitlos modern und immer einen Besuch wert: Die Allgemeine Gewerbeschule und Schule für Gestaltung (1956–1961, Hermann Baur zusammen mit Franz Bräuning und Arthur Dürig [Werkstätten] sowie Hans Peter Baur [Maurerhalle]). Foto: Klaus Spechtenhauser
Europäischer Tag des Denkmals: Unterwegs im Kleinbasel
Der Europäische Tag des Denkmals in Basel (12. September) steht 2026 unter dem Motto «Unterwegs im Kleinbasel». Bei zahlreichen Führungen und Rundgängen kann die bemerkenswerte baukulturelle Vielfalt im Kleinbasel entdeckt werden – vom uralten Dachwerk aus dem Mittelalter und sorgfältig unterhaltener Baumeisterarchitektur der Gründerzeit bis zum behutsam instandgesetzten Kindergarten aus den 1940er Jahren und einer gelungenen Erweiterung einer typischen Hinterhofbebauung.
Der Claraplatz im Wandel. Am Ort der abgerissenen Schetty-Häuser wurde 1952/53 der bis heute platzbestimmende Wohn- und Geschäftshausblock mit dem charakteristischen erhöhten Ecktrakt gegen die Untere Rebgasse errichtet (Architekten Fritz Rickenbacher und Walter Baumann mit Paul W. Tittel). Foto: Hans Bertolf
Die Europäischen Tage des Denkmals finden 2026 am Wochenende vom 12./13. September statt. Das schweizweite Motto heisst «In Gefahr?». Es reflektiert das europaweite Thema «Heritage at Risk» und stellt Bedrohungen für das Kulturerbe wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und die Folgen der zunehmenden Mobilität zur Diskussion. Die Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt konzentriert ihre Aktivitäten wie gewohnt auf den Samstag (12. September), ist «Unterwegs im Kleinbasel» und zeigt bei zahlreichen Führungen und Rundgängen, wie baukulturell und kulturgeschichtlich bedeutsame Objekte dank kluger, angemessener und mitunter ganz einfacher Massnahmen denkmalverträglich aus der Gefahrenzone in die Zukunft geführt werden können. Weitere Führungen thematisieren vor Ort die vielfältige Bau- und Kulturgeschichte in der Kleinbasler Altstadt und den umliegenden Quartieren. Das Programm ist in Zusammenarbeit mit mehreren Partnerorganisationen, lokalen Kennerinnen und sachkundigen Fachpersonen entstanden.
Neues Wohnen auf kleinstem Raum: Kleinwohnhaus von Artaria & Schmidt in der WOBA-Siedlung Eglisee von 1930, 2017–2019 in den Ursprungszustand zurückversetzt und seither als möbliertes Baudenkmal vermietet. Foto: Klaus Spechtenhauser
Die Führungen werden umrahmt vom Mittagskonzert mit dem Kammerorchester Basel und einem jazzigen Denkmaltag-Ausklang im Grossen Refektorium bzw. im Hof des Kleinen Klingentals. Unterwegs – nicht nur im Kleinbasel – sind zudem Tram-Oldtimer. Alle Führungen und Veranstaltungen am Denkmaltag in Basel sind – wie in der ganzen Schweiz – grundsätzlich kostenlos.
Anmeldung & Tickets
Bei mehreren Führungen ist die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt. Aus organisatorischen Gründen und um die Qualität der Führungen garantieren zu können, ist daher eine Online-Anmeldung mit Print@Home-Tickets erforderlich.
Online-Anmeldung & Tickets:
Ab sofort auf der Veranstaltungssite basler-baukultur
Einfach, langlebig, zukunftstauglich: Kindergarten in NILBO-Bauweise an der Wittlingerstrasse. 2025/26 wurde der 75 Jahre alte Holzbau sanft und sorgfältig instandgesetzt – ein Lehrstück für einen zeitgemässen Ansatz, der Ressourcenschonung, Klimaverträglichkeit und akkurate Sensibilität gegenüber dem Bestand beispielhaft synthetisiert. Foto: Klaus Spechtenhauser