Open House Basel: «Herausragende Architektur erlebbar machen»

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Am ersten Maiwochenende findet eine besondere Premiere statt: Dann wird zum ersten Mal das Open House Basel durchgeführt. Ein grosse Sache für die Architekturstadt Basel. Im Interview erklärt Initiatnin und Organisatorin Esther Baur, was sich hinter den offenen Türen versteckt und weshalb wir uns alle den 5. – 6. Mai mit Grossbuchstaben in die Agenda einschreiben sollten.

Architektur Basel: Viele unserer LeserInnen haben noch nie vom Open House gehört. Wie erklärst Du in wenigen Worten worum es dabei geht?
Esther Baur: „Open House Basel ist eine grossangelegte Architekturveranstaltung, die dieses Jahr vom 5. – 6. Mai erstmals im Raum Basel stattfindet. Unter dem Motto Architektur für alle öffnen wir an einem Wochenende im Jahr herausragende Bauten aus allen Epochen und bieten kostenlose Führungen für die breite Bevölkerung an.“

Wie fand das Open House den Weg nach Basel?
„Das erste Open House wurde vor 25 Jahren in London gestartet. Das Veranstaltungsformat begeistert viele Unterstützer und ein breites Publikum und hat sich deshalb in den letzten Jahren von New York über Melbourne, Stockholm und Porto, in vielen weiteren Städte etabliert. Christoph Kretz und Raphael Karrer aus Zürich haben Open House entdeckt, in Rom besucht und die Veranstaltung im Jahr 2016 in die Schweiz gebracht. Schon vor der ersten Durchführungen haben wir Ende 2016 zu dritt den Verein Open House Basel – Architektur für alle gegründet, weil die Architekturstadt Basel viel zu bieten hat und ein niedrigschwelliges Vermittlungsangebot den lokalen Architekturdiskurs wertvoll ergänzen kann.“

Inwiefern wird dadurch die Architekturstadt Basel gestärkt?
„Wir wollen erreichen, dass ein breites Publikum herausragende Architektur erlebt und darüber spricht. Dies wird die Begeisterung über die Baukultur im Raum Basel stärken und eine selbstbewusste Identifikation der Bewohner mit ihrer Stadt fördern.“

Worauf lag der Fokus bei der Auswahl der Bauten?
„Open House Basel macht herausragende Bauten aus allen Epochen und aus unterschiedlichsten Sparten zugänglich. Die ausgewählten privaten Häuser und Wohnungen, Theater und Kirchen, Museen und Schulen, Büros und Studios sollen den Reichtum und die Vielfalt unserer Stadt illustrieren und verdeutlichen, wie Architektur und Stadtentwicklung zur Lebensqualität beiträgt. Wir pflegen eine Zusammenarbeit mit der Auszeichnung guter Bauten Basel-Stadt und Basel-Landschaft und den Austausch mit vielen örtlichen Fachgremien und Experten.“

Auf welches offene Haus freust Du Dich besonders?
„Ich freue mich insbesondere darüber, dass wir Wohnungen um den Freilagerplatz im Dreispitz zeigen können und dass der Jazzcampus mit Begeisterung am Anlass teilnimmt.“

Wie können unsere LeserInnen das Open House Basel unterstützen?
„Die Leser können uns unterstützen, indem sie uns über ihre sozialen Medienkanäle weiterempfehlen. Zudem freuen wir uns über engagierte Volunteers, welche uns für ein paar Stunden unterstützen und während Open House Basel natürlich über begeisterte Besucher!“

Wir werden eure Begeisterung weitertragen und sind überzeugt, dass das Open House Basel 2018 die Herzen der architekturaffinen Baslerinnen und Basler erobern wird. Herzlichen Dank für das Interview.

Interview: Lukas Gruntz / Architektur Basel


Portrait Esther Baur

Esther Baur, Architektin, Basel

Geboren 1980 in Basel. 2002 – 2007 Architekturstudium an der FHNW. 2015 – 2017 MAS in Geschichte und Theorie der Architektur, Institut gta, ETH Zürich. Seit 2017 Mitbegründerin und Vereinspräsidentin Open House Basel – Architektur für alle.

 

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