Aktuelles 22.09.26

Blick auf Bau 51 von Osten © Robin Archive

Roche baut weiter – mit Luca Selva

Bei Roche in Basel wird weitergebaut. Mit der Grundsteinlegung für Bau 51 beginnt die Realisierung der «Synthetic Molecules Facility» (SMF), für die der Konzern rund 790 Millionen Franken investiert. Bis 2030 soll der 40 Meter hohe Neubau fertiggestellt sein und gemeinsam mit dem modernisierten Bau 50 die Produktion synthetischer Wirkstoffe aufnehmen.

Roche Türme von unten: Blick aus der imposanten Baugrube © Architektur Basel

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Dimension des Projekts, sondern auch die Wahl des Architekturbüros. Anders als bei den meisten der jüngeren Roche-Bauten stammt Bau 51 nicht von Herzog & de Meuron, sondern von Luca Selva. Der Architekt ist mit dem Nordareal bestens vertraut: 2017 realisierte es mit Bau 41 einen Labor- und Forschungsbau in unmittelbarer Nachbarschaft. Auch formal setzt Bau 51 auf Kontinuität statt Spektakel. Die weissen horizontalen Bänder und die kleinteilige Befensterung nehmen Motive der historischen Roche-Architektur von Otto Rudolf Salvisberg auf. Der Neubau versucht damit, sich selbstverständlich in Gefüge des Areals einzufügen.

Blick auf Bau 51 von Westen © Robin Archive

Mit seinen sieben oberirdischen Geschossen und 40 Metern Höhe gehört Bau 51 zu den niedrigeren Bauten auf dem Roche-Campus. Brandschutztechnisch wird das Gebäude dennoch als Hochhaus eingestuft. Entstehen soll es als Ersatzneubau anstelle des bisherigen Baus 66. Gleichzeitig wird die Produktionsstruktur konzentriert: Aus vier bestehenden Produktionsgebäuden werden künftig zwei. Damit sollen Flächenverbrauch und Energiebedarf reduziert und die Nachhaltigkeit des Standorts verbessert werden.

Inhaltlich geht es um mehr als reine Produktion. Die «Synthetic Molecules Facility» soll Forschung, Entwicklung, Labor und Herstellung enger miteinander verbinden und die Entwicklung synthetisch hergestellter Wirkstoffe bis zur klinischen Versorgung und Kommerzialisierung begleiten. «Synthetische Wirkstoffe sind ein wichtiger Teil unseres Portfolios und werden weiter an Bedeutung gewinnen. Mit dem neuen Bau schaffen wir die Voraussetzungen für die Produktion zunehmend komplexer Wirkstoffe – mit modernsten Technologien und digitalen Lösungen. Unser Ziel ist es, neue Medikamente noch schneller von der Entwicklung in die Produktion und zu den Patientinnen und Patienten zu bringen», sagt Roche-CEO Thomas Schinecker.

Hightech im Innenraum © Robin Archive

Für den Standort Basel ist das Projekt auch ein Bekenntnis zur bestehenden Infrastruktur und zum vorhandenen Know-how. «Der Bau der «Synthetic Molecules Facility» ist eine entscheidende Etappe für unseren Standort, welcher Forschung, Entwicklung und Produktion noch enger miteinander verbindet und uns ermöglicht, schneller und flexibler zu arbeiten. Gleichzeitig stärken Bau 50 und 51 Basels Rolle als zentraler, leistungsfähiger Standort in unserem globalen Produktionsnetzwerk», sagt Standortleiter Jürg Erismann.

Feierliche Grundsteinlegung © Architektur Basel

Massgeschneiderte Anzüge, weisse Helme und rocheblaue Schaufeln. Bei der Grundsteinlegung wurde mit tatkräftiger Unterstützung der beiden Regierungsräte Lukas Engelberger Kaspar Sutter eine Zeitkapsel im Fundament begraben. Ein feierliches Ritual für einen Bau, der weniger auf ikonische Geste als auf langfristige Infrastruktur – und damit den Produktionsstandort Basel setzt.

Quelle: Medienmitteilung Roche
für Architektur Basel vor Ort: Lina Landwehr und Mariia Hryshko