© Weyell Zipse
Weyell Zipse gewinnen Schulhauswettbewerb in Aesch
Ein zweigeschossiger Holzbau, der dem Gelände folgt und den bestehenden Schulcampus weiterdenkt: Weyell Zipse gewinnen den Studienwettbewerb für das neue Primarschulhaus Schützenmatt in Aesch. Wir werfen einen Blick auf das Siegerprojekt.
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Aus 51 Bewerbungen wurden sieben Teams für den Wettbewerb ausgewählt. Das Siegerprojekt überzeugt die Jury mit einer feinfühligen städtebaulichen Setzung und einer räumlichen Organisation, die auf zeitgemässe pädagogische Anforderungen reagiert. Der neue Klassentrakt folgt als zweigeschossiger Holzbau der Wildhecke entlang der Hangkante. Drei geknickte Baukörper bilden eine Abfolge von Lernbereichen, die über Treppen und offene Lauben erschlossen werden. Diese dienen nicht nur der Erschliessung, sondern können auch als Terrassen, gedeckte Pausenräume oder Gruppenbereiche genutzt werden. Die Jury unter Vorsitz von Luca Selva lobt die «selbstverständliche räumliche Ordnung» und die Grosszügigkeit, mit der das Projekt den Bestand und das Gartenbad freispielt.
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Anstelle klassischer Schulzimmer entlang langer Korridore sieht das Projekt flexible Lernlandschaften vor. Die Cluster sind auf einem Geschoss angeordnet und profitieren von identischen Bedingungen. Gemeinschaftliche Innenbereiche werden über das Dach belichtet, während die spezielle Dachform eine zweiseitige Belichtung der Klassenzimmer ermöglicht.
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Auch die Umgebung wird als Teil des pädagogischen Konzepts verstanden. Ein mäandrierender Weg, eine Spiellandschaft und naturnahe Freiräume verbinden Schule, Kindergarten und Tagesstrukturen. Die neue Erschliessungsachse knüpft an den bestehenden Schulcampus an. Der Kindergarten orientiert sich zum Gartenbad, die Tagesstruktur zum bestehenden Schulgebäude.
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Die Jury bezeichnet das Projekt als «mit beeindruckender architektonischer Inspiration, subtil und gleichzeitig inhaltlich souverän entwickelt». Besonders hervorgehoben werden die konstruktive Durcharbeitung und die konsequente Holzbauweise. Die Wirtschaftlichkeit liegt im Mittelfeld der verglichenen Projekte. Zu prüfen bleiben unter anderem der sommerliche Wärmeschutz und die Erschliessung der Toiletten über die offenen Lauben. Das sollte bis zur geplanten Eröffnung in fünf Jahren lösbar sein: Ab 2031 soll der Neubau zusätzliche Primarschulklassen, einen Doppelkindergarten, Tagesstrukturen mit Mittagstisch und eine neue Doppelturnhalle aufnehmen.
Quelle: Medienmitteilung Gemeinde Aesch