Gemäss Bericht im SRF Regionaljournal werden regelmässige Gottesdienste in der Pauluskirche nur noch bis 2021 stattfinden. «Die Pauluskirche werden wir als Kirchgemeinde danach nicht mehr nutzen», sagt Leonard Müller, Präsident des Kirchenvorstands Basel-West.
Finanzielle Engpässe haben die evangelisch-reformierte Kirche zu diesem drastischen Schritt bewogen. Die hohen Unterhaltskosten der baukulturell bedeutsamen Pauluskirche von Karl Moser und Robert Curjel waren dabei mitunter ausschlaggebend. Die beiden Architekten schufen von 1899 bis 1901 einen stark an der Romanik orientierten Zentralbau mit reicher Ornamentik und – ein Novum für eine reformierte Kirche – viel figürlichem Skulpturenschmuck. Das wird ihr nun zum Verhängnis: «Die Pauluskirche ist im Unterhalt sehr teuer. Mit dem eingesparten Geld können wir einige Stellen finanzieren», sagt Müller.

Grundriss Pauluskirche
Die Kirche steht unter Denkmalschutz, insofern ist ein Abriss keine Option. Wie die künftige Nutzung aussehen soll, ist hingegen noch völlig offen. Auf jeden Fall muss sie sich in ein enges denkmalpflegerisches Korsett einfügen – zum Glück für dieses grossartige Bauwerk.