Veranstaltungen
01.03.26
Schwarzplan Basel mit Gare du Nord in Rot
Vortragsreihe «Ein Haus ...» mit unterschiedlichen Transformationen im Kontext der Baukultur
Die vier Vorträge dieses Frühjahrs thematisieren unterschiedliche Ebenen von Transformationen im Kontext der Baukultur. Im Zentrum steht dabei nicht die Transformation einzelner Bauwerke, sondern die Untersuchung struktureller und prozessualer Veränderungen. Im Fokus steht die Frage, inwiefern spezifische Formen der Zusammenarbeit, architektonische Strategien im Umgang mit klimatischen Herausforderungen sowie konstruktive Konzepte, Impulse für einen Wandel der Baukultur geben können. Ziel ist es, nicht nur abgeschlossene Transformationen zu analysieren, sondern auch den gegenwärtigen Verwandlungsprozess, sowie dessen potenzielle Auswirkungen auf zukünftige Entwicklungen in den Blick zu nehmen.
Samuel Barclay, Case Design, Mumbai
‹The Craft of Collaboration›
Wann: Mi 11.03 – 19.00 Uhr Wo: Bar du Nord, Badischer Bahnhof, Basel Eintritt: frei Barbetrieb ab 18:00 Uhr und nach der Veranstaltung
Eingebettet in einer hügeligen Kulturlandschaft am Rande einer Stadt, welche bezeichnenderweise Knowledge City heisst, liegt die Avasara Academy von Case Design. Avasara bedeutet «Gelegenheit» – und genau diese eröffnet diese Sekundarschule jungen Frauen durch Bildung, unabhängig von Herkunft, sozialem Status, Kaste, Religion oder Hautfarbe. In respektvoller Annäherung greift Case Design auf lokale Typologien von Wohn-, Sakral- und Bildungsbauten zurück und übersetzt diese Haltung in Architektur. In enger Zusammenarbeit mit der umliegenden Gemeinschaft, mit lokalen Handwerker:innen, Ingenieur:innen und Künstler:innen entstand ein Ort, der Geborgenheit vermittelt und den Schülerinnen das Gefühl gibt, zu Hause zu sein. Neben der gesellschaftlichen Transformation, welche das Projekt in Bewegung setzt, eröffnet es auch in seiner architektonischen Sprache, in der Haustechnik und im Umgang mit ökologischer Nachhaltigkeit neue Horizonte.
Christina Köchling, Felgendreher Olfs Köchling, Berlin
‹Ästhetik der Technik›
Wann: Di 28.04 – 19.00 Uhr Wo: Bar du Nord, Badischer Bahnhof, Basel Eintritt: frei Barbetrieb ab 18:00 Uhr und nach der Veranstaltung Veranstaltungssprache: englisch
So wie sich die Rahmenbedingungen der Architektur wandeln, verändert sich auch die Architektur selbst im Lauf der Zeit – und mit ihr die Massstäbe der ästhetischen Konventionen. Klimawandel und steigende Baukosten haben das Interesse an Lowtech-Ansätzen in der Architektur neu entfacht. Architekt:innen suchen heute vermehrt nach einfachen, effizienten Lösungen, die im Einklang mit den lokalen Bedingungen realisierbar sind. Anhand von Einblicken in das Buch mit dem Titel ‹Ästhetik der Technik› und in die Praxis in ihrem Berliner Architekturbüro zeigt Christina Köchling, wie die Gebäudetechnik als integraler Bestandteil des Entwurfs und des architektonischen Konzepts verstanden werden kann.
Marianne Baumgartner & Luca Camponovo, Camponovo Bamgartner, Zürich
‹A Room of One’s Own›
Wann: Di 19.05 – 19.00 Uhr Wo: Bar du Nord, Badischer Bahnhof, Basel Eintritt: frei Barbetrieb ab 18:00 Uhr und nach der Veranstaltung Veranstaltungssprache: deutsch
Eine nachhaltige Erneuerung, welche die Nachbarschaft als Gemeinschaft begreift, führt zur Transformation einer Siedlung, die – entgegen jeder Tabula-Rasa-Strategie – bestehende Bauten wertschätzend erneuert und ein neues Gebäude ergänzt. Die Wechselwirkung, die dieser Ansatz mit sich bringt, ist zugleich Potential und Herausforderung. Marianne Baumgartner und Luca Camponovo geben einen Einblick in einen intensiven Entwicklungs- und Transformationsprozess.
Florian Nagler, München
‹Einfach Bauen›
Wann: Mi 27.05 – 19.00 Uhr Wo: Bar du Nord, Badischer Bahnhof, Basel Eintritt: frei Barbetrieb ab 18:00 Uhr und nach der Veranstaltung Veranstaltungssprache: englisch
Die Komplexität von Konstruktionen und Gebäudetechnik nimmt seit Jahrzehnten kontinuierlich zu. Die stetig wachsende und kaum noch überschaubare Zahl an Normen und Baugesetzen soll eigentlich die Qualität sichern, doch in der Praxis wird dieses Ziel oft verfehlt. An der TU München hat sich seit 2012 der Verbund ‹Einfach Bauen› etabliert – ein Netzwerk aus Architekt:innen und Ingenieur:innen, welches über Forschung und Lehre eine entgegengesetzte Entwicklung vorantreibt und damit einen wichtigen Impuls für die Bauwirtschaft setzt. Am Beispiel von drei Forschungshäusern in Bad Aibling untersucht Florian Nagler mit seinem Team, wie sich ‹Einfach Bauen› praktisch umsetzen lässt.Veranstalter: Institut Architektur, FHNW Mehr Informationen: https://www.fhnw.ch/de/architektur-bau-geomatik/ueber-uns/institute/architektur/vortraege-ein-haus