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Grundsteinlegung für Basels neuste Schule
Mit der Grundsteinlegung hat am Walkeweg eine wichtige Etappe für den Neubau der Primarschule begonnen. Das Projekt ist Teil der Quartierentwicklung zwischen Wolfgottesacker und der S-Bahn-Haltestelle Dreispitz, wo in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil für rund 650 Menschen entsteht. Die Schule aus der Feder von Aequipe übernimmt eine zentrale Rolle innerhalb des städtebaulichen Gefüges am Walkeweg.
Ensemble im Grundriss © Aequipe GmbH
Die Schulanlage gliedert sich in drei Baukörper: einen Klassentrakt, ein Aulagebäude und die Tagesstruktur. Der Klassentrakt vereint die Unterrichtsräume, die Kindergärten sowie die Turnhallen und bildet das funktionale Rückgrat der Anlage. Das Aulagebäude ist als eigenständiger, öffentlich orientierter Baustein konzipiert. Es umfasst eine Aula, ein Foyer mit Küche sowie Musikräume und öffnet sich mit einer prägnanten Lehmfassade und grosszügiger Verglasung zum Quartier. Die Tagesstruktur ist als «Haus für Kinder» organisiert und setzt mit kleinteiligen, wohnlich gestalteten Räumen einen bewussten Kontrast zur schulischen Infrastruktur. Zusammen definieren die drei Volumen einen geschützten, klar gefassten Pausenhof. «Mit dem Neubau der Primarschule Walkeweg schaffen wir moderne Lernräume und einen lebendigen Ort für das Areal Walkeweg. Schulen sind zentrale Ankerpunkte im städtischen Alltag – sie verbinden Bildung, Begegnung und Gemeinschaft», sagt Regierungsrat Mustafa Atici.
Stolzer Regierungsrat: Mustafa Atici bei der Grundsteinlegung
Der Neubau folgt einem konsequent nachhaltigen Ansatz: Zum Einsatz kommen primär nachwachsende Baustoffe wie Holz und Lehm, die sowohl hinsichtlich grauer Energie als auch Rückbaubarkeit Vorteile bieten. Die Energieversorgung erfolgt über Erdsonden-Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaikanlagen auf Dächern und Fassaden. Ein Grossteil des Strombedarfs kann so vor Ort gedeckt werden, während überschüssige Energie gespeichert oder ins Netz eingespeist wird. In den Sommermonaten ist zudem eine passive Kühlung über die Erdsonden vorgesehen.
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Auch im Bereich Wassermanagement verfolgt das Projekt einen integralen Ansatz: Regen- und Abwasser werden gesammelt, aufbereitet und für die Toilettenspülung wiederverwendet. Ergänzend wird das Prinzip der Schwammstadt umgesetzt, um die Versickerung zu fördern und das Mikroklima zu verbessern. Grosskronige Bäume strukturieren die Aussenräume und sorgen für Verschattung, während ein Dachbiotop auf dem Aulagebäude sowie Fassadenbegrünungen zusätzliche ökologische Qualitäten schaffen.
Die Aussenräume – darunter der Pausenhof und Dachflächen – stehen ausserhalb der Schulzeiten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung und erweitern das Freiraumangebot im Quartier. Damit wird die Schulanlage nicht nur als Bildungsort, sondern auch als sozialer Treffpunkt positioniert. Die Baukosten belaufen sich auf rund 56 Millionen Franken. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant, die Inbetriebnahme soll im Schuljahr 2028/29 erfolgen.
Quelle: www.bs.ch