Aktuelles 11.08.26

© Julian Salinas

Baustart Gleispool: Wo einst Züge rangierten, wird künftig geschwommen

Der Gleispool nimmt Form an. Auf dem Dreispitz wird eine stillgelegte Eisenbahninfrastruktur zum öffentlichen Bad. Die stählerne Baggerzange griff behutsam zu. Die ersten Schienen wurden im Beisein von CMS-Direktor Baschi Dürr dem Gleisbett enthoben. Bis Sommer 2027 soll in der ehemaligen Rampe ein 170 Meter langer Gleispool entstehen. Das Projekt von Malheur&Fortuna ist zugleich der erste sichtbare Schritt des geplanten Gleisharfenparks.

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Rund 800 Meter Schienen werden ausgebaut. Sie verschwinden jedoch nicht vom Areal: Entlang der bestehenden Struktur sollen sie als Träger eines Holzstegs wiederverwendet werden. ReUse on site sozusagen. Auch wenn damit ein grosser Teil der ursprünglichen Infrastruktur weicht, bleibt ihr Material und damit ein Stück der Geschichte des Ortes erhalten.Der Umgang mit dem Bestand ist der architektonisch interessanteste Aspekt des Projekts. Die ehemalige Eisenbahnrampe wird nicht abgebrochen und durch einen beliebigen Neubau ersetzt, sondern als räumliche Grundlage für eine neue Nutzung weiterentwickelt. Aus einer Infrastruktur des Güterverkehrs wird ein öffentlicher Freiraum.Vorgesehen sind ein Sportbecken mit zwei Schwimmbahnen, ein Freizeitbecken und ein Planschbereich. Der Pool soll am Freilager-Platz liegen und den heute stark von Gewerbe- und Verkehrsflächen geprägten Dreispitz nach Süden öffnen. Gleichzeitig beginnt mit dem Projekt die schrittweise Entsiegelung und Begrünung des Umfelds. Ein Ort im Werden.

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Damit steht beim Gleispool weniger das Bad allein im Zentrum als die Frage, wie sich die Transformation des Dreispitz räumlich manifestiert. Der geplante Gleisharfenpark soll einen neuen Freiraum in einem bislang stark versiegelten Gebiet schaffen. Der Pool übernimmt dabei die Funktion eines ersten funktionalen Ankers. Die Bauarbeiten für die eigentliche Badeinfrastruktur können nach Vorliegen der rechtskräftigen Baubewilligung beginnen. Die Investitionskosten werden mit stolzen 8,8 Millionen Franken angegeben. Das macht rund 50'000 Franken pro Meter Pool. Die Christoph Merian Stiftung beteiligt sich mit 4,8 Millionen Franken, weitere 3 Millionen Franken stammen aus der Frank und Alma Probst Stiftung. Gemeinde Münchenstein und Kanton Basel-Landschaft haben bisher 730'000 Franken zugesagt.

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Wenn der Zeitplan eingehalten wird, kann im Sommer 2027 dort geschwommen werden, wo einst Güterzüge rangierten. Die Vorfreude auf die Abkühlung auf dem Dreispitz steigt.

Quelle: Medienmitteilung Christoph Merian-Stiftung