Aktuelles 09.07.26

© Herzog & de Meuron

Wuff, wuff! Herzog & de Meuron planen «HOT DOG» auf dem Dreispitz

Der Asphalt glüht. 35 Grad zeigt das Thermometer an der Hamburgstrasse. Es ist heiss in Basel. Auf dem Dreispitz soll ein Neubaurprojekt einen zukunftsweisenden Umgang mit der Hitze erproben: «Draussen 40 Grad, drinnen 24: Gebaut für die Sommer von morgen», verspricht die Mitteilung der Senn AG, die das Projekt zusammen mit Herzog & de Meuron entwickelt. Der Name ist eine marketingtechnische Meisterleistung: «HOT DOG».

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Der Dreispitz verändert sich. Auf einer heute als Abstellplatz eines Autohändlers genutzten Parzelle zwischen Frankfurt- und Hamburg-Strasse, direkt neben dem Decathlon, plant die Senn AG einen neuen Bürobau mit dem Namen «HOT DOG». Das Grundstück gehört der Christoph Merian-Stiftung. Das Unterbaurecht liegt bei der Senn IFA AG. Der Neubau entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bürogebäude an der Mailandstrasse von Herzog & de Meuron, das erst dieses Jahr bezogen wurde. Damit verdichtet sich die Entwicklung des ehemaligen Gewerbe- und Logistikareals zu einem urbanen Arbeits- und Dienstleistungsstandort weiter.

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«Sommer werden heisser. Hitzewellen, die früher die Ausnahme waren, gehören heute zur Normalität, und sie dauern länger», schreibt die Senn AG.Im Zentrum des Projekts steht der Umgang mit steigenden Sommertemperaturen. Die Bauherrschaft beschreibt das Gebäude als klimaresilient: Bereits der architektonische Entwurf soll dazu beitragen, den Kühlbedarf zu reduzieren. Weniger Verglasung an kritischen Fassadenbereichen, thermische Speichermasse und ein wirksamer Sonnenschutz sollen dafür sorgen, dass auch während Hitzewellen angenehme Innenraumtemperaturen erreicht werden können. Als Planungsziel nennt Senn 24 Grad Raumtemperatur bei 40 Grad Aussentemperatur.

Die Visualisierungen werfen allerdings Fragen auf. Trotz des angekündigten Fokus auf den sommerlichen Wärmeschutz erscheint der Glasanteil weiterhin relativ hoch. Zudem ist in den Obergeschossen (noch) kein aussenliegender Sonnenschutz dargestellt – ein Element, das für die angestrebten Wärmeschutz voraussichtlich eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Man darf auf die Weiterentwicklung gespannt sein. Architektonisch orientiert sich das Gebäude an der industriellen Geschichte des Dreispitzes. Die hölzerne Rasterfassade mit weissen Fensterfüllungen erinnert an gestapelte Schachteln oder Container – und greift damit die Logistik- und Lagerhausatmosphäre des Quartiers auf. Gleichzeitig soll die Holzfassade den Einsatz nachwachsender Materialien sichtbar machen.

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Mit Ketchup oder Senf? «HOT DOG» verspricht auf dem Dreispitz nicht nur ein weiteres Bürogebäude. Das Projekt steht exemplarisch für die fortschreitende Transformation des Areals: Wo heute noch gewerbliche Nutzungen mit entsprechend pragmatischer Architektur dominieren, entstehen zunehmend Arbeitsorte des Dienstleistungssektors. Ob der spröde Charm des Dreisputz erhalten bleibt? Hoffentlich. Wuff, wuff. Bellende Hunde beissen nicht.

Quelle: www.senn.com


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