Eine neue Markt- und Volkshalle über dem Rhein – leider nur eine Vision

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1899 legte der Architekt Friedrich Keck im Zuge der Neubaupläne für die Mittlere Rheinbrücke Pläne für eine neue Markthalle vor.

Dabei handelte es sich um eine gedeckte Halle mit vier äquivalenten Seiten, die auf zwei parallelen Brücken aufsitzen sollte. Der Bau gibt sich dezidiert modernistisch, sollte er doch ganz in Gusseisen und Glas ausgeführt werden und hätte damit an den zur damaligen Zeit noch nicht zerstörten, epochalen Bau des Londoner Kristallpalastes von Joseph Paxton angeschlossen. Die zu Grunde liegende konzeptuelle Idee jedoch greift weit zurück in der Geschichte des Brückenbaus, wie auch des Handels. Schon im Mittelalter war es gang und gäbe jenen durch die Brücke zusätzlich entstandenen, entscheidenden Stadtraum durch Ladenzeilen auszunutzen. Von entscheidender Bedeutung war er aufgrund seiner Zentralität: als Verbindungsstücke sind Brücken unumgängliche infrastrukturelle Knotenpunkte und deshalb stets belebt und bevölkert. Es erwehrten sich Stimmen und Befürchtungen, dass die Bebauung die Aussicht auf den Rhein und die Stadt verdecken könnte.

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