Das Lonza-Hochhaus war lange Zeit für die mit der Eisenbahn ankommenden Reisenden das erste Wahrzeichen Basels. Das elegante, knapp 70 Meter hohe, über einem sechseckigen Grundriss errichtete Bürogebäude gehört unzweifelhaft zu den bedeutenden Baudenkmälern der Stadt. Es ist dem ersten wirklichen Hochhaus Europas, dem mit seinen 127 Metern fast doppelt so hohen Mailänder Pirelli- Turm (1956) von Gio Ponti und Luigi Nervi, nachempfunden. Die scharf geschnittene Form und die Rasterfassade seiner Hauptseiten – mit Brüstungen aus schwarz eloxierten Aluminium – kennzeichnen auch den schlichteren und kleineren Basler Bau als Beispiel des Internationalen Stils. Seine spitz zulaufenden Schmalseiten – mit ihrer beleuchteten Naht – sind mit geripptem, grauem Blech verkleidet; sie erschliessen das Gebäude und beherbergen die Haustechnik. Die zurückhaltend ausgestattete Erdgeschosshalle erhält durch die kraftvolle Plastizität der keilförmigen Stützen monumentale Qualität. Das lineare Bodenmuster aus Schiefer und weissen Marmorfliesen, das dem Besucher als Orientierungshilfe dient, durchbricht die seitlicheen Glasfronten und führt vor das Gebäude.
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Funktion: Hochhaus
Adresse: Münchensteinerstrasse 38
Bauzeit: 1959
Architekten: Suter und Suter
Quelle: Faltblatt «Baukultur entdecken» / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)