Spatenstich Hauptsitz SKAN in Allschwil: Expressives Tragwerk und Bürolandschaften

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Heute fand im Beisein der Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro der Spatentich des neuen Hauptsitzes der SKAN AG im Gewerbegebiet Bachgraben in Allschwil statt. Die Architektur stammt aus der Feder von Burckhardt+Partner. „Der moderne Bau verfügt über differenziert konzipierte, variabel und individualisiert nutzbare Arbeitswelten sowie eine räumliche Schichtung, die kurze Kommunikationswege und vielseitige Sichtbezüge zwischen Produktions-, Büro- und Aufenthaltsbereichen schafft,“ erklären die Architekten.

Spatenstich mit den vereinten Kräften aller Projektbeteiligten © Burckhardt+Partner

Spatenstich mit den vereinten Kräften aller Projektbeteiligten © Burckhardt+Partner

Hier wird das von Rem Koolhaas in „Delirious New York“ propagierte Konzept des „vertikalen Schisma“ erprobt: Das räumliche Konzept des Neubaus beruht auf der kompakten Stapelung der unterschiedlichen Nutzungen, die eine Gleichwertigkeit der einzelnen Funktionsbereiche erreicht. In dieser vertikalen Anordnung organisieren sich zwei Untergeschosse mit Autoeinstellhallen, ein doppelgeschossiges, mit Zwischengeschossen versehenes Erdgeschoss, das den Produktionsbereich und die firmeneigene Akademie beinhaltet, und zwei Obergeschosse „mit Bürolandschaften, Cafeteria und Labors.“ Was versteht man unter einer Bürolandschaft? „Die differenziert gestaltete Bürowelt bietet natürlich belichtete Kollektiv- und Rückzugsbereiche an, als Setting zwischen Open und Contemplation Spaces“, erklären die Architekten etwas blumig. Dazu gehören auch die ins Gebäude eingebetteten und begrünten Aufenthaltshöfe.

Neubau Hauptsitz SKAN in Allschwil © Burckhardt+Partner

Neubau Hauptsitz SKAN in Allschwil © Burckhardt+Partner

Und wie verhält sich die Fassade? „Das Erscheinungsbild ist klar und ausgewogen und wird durch den industriellen Charakter geprägt.“ Das expressive Tragwerk ist in der Fassade sichtbar. Durch die gläserne Haut hindurch treten die innen liegenden Stahlstützen zum Vorschein. Ein gestalterisches Thema, das Burckhardt+Partner bereits beim Hochhaus für die Roche in Rotkreuz mit Erfolg erprobt hat. „Die materielle und konstruktive Beschaffenheit, sowie die visuelle Verbindung von Geschossen, betonen die gestapelten Volumen, die in ihrer differenzierten Erscheinung die unterschiedlichen Nutzungen abbilden,“ schreiben die Architekten. Eine gestalterische Aufwertung würde dem bisher nicht besonders einladenden Gewerbegebiet Bachgraben auf jeden Fall gut tun.

Quelle: Burckhardt+Partner AG, Basel

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