Aktuelles 21.05.26

© Zoo Basel

Zwischen Grossbohrpfählen und Spundwänden: Grundsteinlegung am Erdbeergraben

Sechs Männer setzen ihre Schaufeln zwischen Grossbohrpfählen und Spundwänden an: Mit der feierlichen Grundsteinlegung für das neue Parking am Erdbeergraben hat der Zolli eine weitere Etappe seines langfristigen Entwicklungsprojekts erreicht. Der Neubau aus der Feder von Koechlin Schmidt Architekten ist ein entscheidendes Puzzleteil des Masterplans «Zolli 2049»: Das Parkhaus schafft die infrastrukturelle Voraussetzung, um den heutigen, oberirdischen Parkplatz beim Viadukt langfristig rückzubauen und Flächen für neue Tieranlagen sowie Grünräume freizuspielen.

© Koechlin Schmidt

Am vergangenen Mittwoch wurde die Grundsteinlegung gemeinsam mit Regierungs- und Kantonsvertretungen, Verwaltungsratsmitgliedern der Zoologischer Garten Basel AG sowie Projektpartnern gefeiert. Im Bauprozess unter der Leitung von Dietziker Partner Baumanagement markiert dieser Schritt den Übergang von der Tiefbauphase zum Rohbau. Nach abgeschlossenen Aushubarbeiten und der weitgehend fertiggestellten Bodenplatte soll ab Juni 2026 der Rohbau starten. Die Inbetriebnahme bleibt für Ende 2027 vorgesehen.

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Die eigentliche Herausforderung liegt weniger im Parking selbst als in seiner Lage. Der Erdbeergraben befindet sich in einem engen Zwischenraum zwischen Binningerstrasse und den SBB-Gleisanlagen. Eine konventionelle Baugrube war unter diesen Bedingungen nicht möglich. Stattdessen sichern rund 250 Grossbohrpfähle die Baugrube, ergänzt durch mehrere Ankerlagen, die bis unter Strasse und Bahninfrastruktur reichen. Gleichzeitig wird das Umfeld permanent überwacht: Drei Messstationen kontrollieren rund 450 Messprismen entlang der Gleisanlagen, um Setzungen frühzeitig zu erkennen und den Bahnbetrieb ohne Einschränkungen sicherzustellen. Solche geotechnischen Monitoring-Systeme gehören heute zunehmend zum Standard komplexer innerstädtischer Bauvorhaben.

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Das neue Parking umfasst auf vier Ebenen 286 Stellplätze, davon zunächst 50 mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die Anlage entsteht teilweise im Untergrund und wird über die Binningerstrasse erschlossen. Neben der Reduktion von Suchverkehr in den Quartieren soll sie auch als Park-and-Ride-Angebot in Nähe des Bahnhofs Basel SBB dienen.

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Stadträumlich entscheidend ist jedoch die Wirkung beim heutigen Zolli-Haupteingang: Mit der Neuorganisation des Parkierens gewinnt der Zoo Basel langfristig Entwicklungsflächen zurück. Der Bau am Erdbeergraben ist damit der erste konkrete Baustein des Masterplans «Zolli 2049» – und ein Beispiel dafür, wie urbane Transformation oft mit technisch komplexen Infrastrukturprojekten beginnt. Irgendwo zwischen Grossbohrpfählen und Spundwänden.

Quelle: Medienmitteilung Zoo Basel