Doppelhaus von Adolf Visscher van Gaasbeek | Basler Baukultur entdecken. No 75

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Diese beiden Häuser schuf Visser van Gaasbeek für den Apotheker Dr. Christian Eduard Markees Weingartner (1870-1927), der dort 1897 für das neue Quartier die Sevogelapotheke gründete, und für seinen Compagnon, den Bauunternehmer Rudolf Linder. Die beiden Bauten haben zwar die Entstehungszeit in etwa die Fassadenbreite, den symmetrischen Aufbau mit betonter Mittelachse und den barock inspirierten Baustil mit dem Stichbogenfenstern gemeinsam. Auch wird bei beiden Fassaden eine dem Nachbargebäude am Sevogelplatz ähnliche Rustizierung verwendet. Trotzdem wirken die traufständigen Häuser sehr unterschiedlich. Die vier Etagen hohe Fassade der Apotheke unter einem kleinen Walmdach prangt in rotem Sandstein. Sie wird getragen von drei rhythmisierten, seitlich aufgedrungenen halbrunden Pfeilern aufliegenden Korbbogen-Arkaden des Ladengeschosses mit dem Schaufenster. Demgegenüber wartet das in grünlich-beigem Haustein ausgeführte Nebenhaus mit nur zwei Geschossen aber einem grosszügig ausgebauten Dach auf. Einen besonderen Eyecatcher bildet das von zwei Vollsäulen flankierte Portal, über dem sich die Mittelachse, überhöht von einem reich dekorierten Gaubenfenster mit einem Segmentgiebel, dekorativ herausgewölbt. Von besonderem Reiz sind die verspielten schmiedeeisernen Balkon- und Fenstergitter.

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Funktion: Wohnhäuser und Apotheke
Adresse: Sevogelstrasse 51 + 53
Bauzeit: 1896/97
Architekt: Adolf Visscher van Gaasbeek
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz

Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bild: © Céline Dietziker | Architektur Basel

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