Einfamilien-Reihenhaus von Wilhelm Bernoulli | Basler Baukultur entdecken. No 82

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1903 erstelle Wilhelm Bernoulli dieses Haus für seine junge Familie. Das eigene Wohnhaus eines Architekten ist als Statement seiner Gestatlungsabsichten immer besonders aussagekräftig. Bei diesem zweigeschossigen dreiachsigen Reihenhaus mit einer Hausteinfassade von 12m Breite erweist sich Bernoulli als mutiger Erneuerer. Zwar ist die Fassade traditionell axialsymmetrisch mit einem zentralen Treppenaufgang zu einem gewölbten Säulenportikus angelegt. Aber die grossen bogenüberwölbten Fenster in beiden Geschossen und die in der Mitte den Linienfluss der Vorhalle aufgreifende Schwingung der Traufe, verbunden mit dem Schwung der Treppe verleihen dem ganzen einen grossen Atem. Dazu kommen die Ornamtenbänder oberhalb der Fenster des Obergeschosses und auf der Vorhalle in bisher nie gesehen Formulierungen und die weissgoldenen Gitter des Treppengeländers und des Balkons, die eine spielerische Heiterkeit des Ausdrucks bewirken. In diesem Fünfzehnzimmerhaus konnte die Familie Bernoulli-Vischer mit einigen Kindern und Bediensteten ein recht komfortables Leben führen.

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Funktion: Einfamilien-Reihenhaus
Adresse: Wartenbergstrasse 11
Bauzeit: ab 1903
Architekt: Wilhelm Bernoulli
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bild: © CD | Architektur Basel

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