Pauluskirche von Curjel & Moser | Basler Baukultur entdecken. No 54

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Heute starten wir mit einer neuen Baukulturserie. Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch das Paulusquartier und das Quartier am Ring und erkunden die Bauten des Fin des Siècle.

Das neue Viertel sollte auch ein spirituelles Zentrum erhalten. Den Wettbewerb für die reformierte Pauluskirche gewannen unter 56 Teilnehmern die in Karlsruhe domizilierten Architekten Robert Curjel & Karl Moser. Sie schufen einen stark an der Romanik orientierten Zentralbau mit reicher Ornamentik und – ein Novum für eine reformierte Kirche – viel figürlichem Skulpturenschmuck. Neben Bezügen zu altirischer Formensprache flossen auch Tendenzen des zeitgenössischen Jugendstils in die Gestaltung ein, beispielsweise in der Integration von Schrift in den Reliefdekor. Zahlreiche junge Künstler wie die Bildhauer Carl Burckhardt (1878–1923) aus Basel und Oskar Kiefer (1874–1938) aus Ettlingen, der Basler Maler Heinrich Altherr (1878–1947) und der vielseitige Künstler Max Laeuger (1864–1952) aus Lörrach, der die Glasfenster entwarf, wirkten an diesem Gesamtkunstwerk mit, das in nur drei Jahren Bauzeit vollendet wurde.

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Funktion: Kirche
Adresse: Steinenring 20
Bauzeit: 1899 – 1901
Architekt: Robert Curjel & Karl Moser

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg

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