Villa Pfeffingerhof von Fritz Stehlin | Basler Baukultur entdecken. No 73

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Fritz Stehlin, der Neffe und Erbe der Werkstatt Johann Jakob Stehlins d. J. (1826-1894), blieb bei den meisten seiner Bauten dem französischen strengen Barockstil seines Onkels treu. Typologisch eher spät entwarf er diese gross dimensionierte zweigeschossige Villa mit Mansarddach für den Bandfabrikanten Rudolf Vischer-Burckhardt, für den er kurz zuvor das Pfeffingerschloss erbaut hatte. Ihre Orientierung zum Platz hin weicht etwas vom Verlauf der Sevogelstrasse ab. Die Rhythmisierung der Fassade entspricht einem Grundtypus der Bauten Stehlins. Zahlreiche seiner Villen weisen einen ausgeprägten Schlosscharakter auf. Den Höhepunkt bildete die nach dem Vorbild von Sanssouci gestaltete Villa Potsdamer Hof an der Engelgasse 50. In der Erneuerung von Schloss Tamins ab 1904 und der Renovation von Schloss Wildenstein 1906 verwirklichte sich Stehlins Affinität zum Schlossbau weiterhin.

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Funktion: Villa
Adresse: Sevogelstrasse 21
Bauzeit: 1903
Architekt: Fritz Stehlin

Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Text: © Rose Marie Schulz-Rehberg
Bild: © Céline Dietziker | Architektur Basel

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