Wohn- und Geschäftshaus am Brunngässlein | Basler Baukultur entdecken. No 7

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Viele haben sicherlich schon vergessen wie das Gebäude, welches neuerding das Hotel Nomad beherbergt, vor der Sanierung durch Buchner Bründler Architekten ausgesehen hat.

Das Wohn- und Geschäftshaus am Brunngässlein ist ein origineller Vertreter der 1950er Jahre. Bedeutend ist das Vorderhaus des zweiteiligen Ensembles als seltene Variante des in dieser Zeit aufkommenden Typs des Apartmenthauses in der Form von möblierten Kleinwohnungen mit Hotelservice und Gemeinschaftsräumen. Seine Fassade fällt auf durch die besonders feingliedrige Gestaltung und den auffälligen Dachabschluss. Die rein dekorative Gliederung aus weiss gefassten, ockerfarbigen Feldern, die durch eine vertikale Leistenstruktur zusätzlich aufgelöst sind, dient der Entmaterialisierung der Fassade. Die Fenster sind differenziert unterteilt und farblich akzentuiert. Ihre leicht vorstehende Einfassung verleiht ihnen plastische Qualität. Originell ist auch die Schaufensterfront. Sie ist hinter die nach unten spitz zulaufenden Stützen gesetzt. So erhält die Fassade zusätzliche Leichtigkeit – ein Eindruck, der durch die pergolaähnliche Gestaltung des Attikageschosses mit der seitlich hochgezogenen Dachplatte noch unterstützt wird.

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Funktion: Wohn- und Geschäftshaus
Adresse: Brunngässlein 8
Bauzeit: 1952
Architekt: Franz Bräuning, Hans Leu und Arthur
Dürig
Quelle: Faltblatt „Baukultur entdecken“ / Schweizer Heimatschutz
Foto: © Bruno Thüring (Denkmalpflege Basel-Stadt)

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